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BEZIRK SCHÄRDING. Essen auf Rädern, organisiert vom Sozialhilfeverband (SHV) Schärding, ist für viele Menschen im Bezirk längst zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Lebens geworden. Eine aktuelle Umfrage unterstreicht die hohe Zufriedenheit der Bezieher, wie der SHV in einer positiven Befragung festhalten kann.

Josef Dirmhirn engagiert sich seit 2020 ehrenamtlich bei Essen auf Rädern. (Foto: SHV Schärding)
  1 / 2   Josef Dirmhirn engagiert sich seit 2020 ehrenamtlich bei Essen auf Rädern. (Foto: SHV Schärding)

Um dem Wunsch der Mehrheit der österreichischen Menschen, ihren Lebensabend möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld verbringen zu können, zu ermöglichen, braucht es gezielte Unterstützung wie eben in Form von Essen auf Rädern.  So können pflegende Angehörige zumindest etwas entlastet werden. „Es geht nicht nur um gesunde Mahlzeiten, sondern auch um das Gefühl, nicht allein zu sein und gut versorgt zu werden. Das ist Lebensqualität und gelebte Menschlichkeit“, so der SHV-Obmann und Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes in Schärding, Florian Kolmhofer. 

1988 eingeführt und rasch ausgeweitet

Schon 1988 hat der SHV das Angebot in Andorf gestartet, schrittweise wurde das Essen auf Rädern auf den ganzen Bezirk ausgedehnt wurde. Entscheidend dafür war die tolle Kooperation mit dem Roten Kreuz. Im Zeitraum von 1988 bis 2024 betrug die jährliche Wachstumsrate im Schnitt zwölf Prozent. 2025 gab es im Bezirk 710 Essensbezieher, verteilt auf 19 Touren. 672 Fahrer lieferten mit 20 Fahrzeugen aus. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 169.172 Portionen ausgeliefert. Die Zahlen belegen den raschen Anstieg, zum Vergleich waren es im ersten Jahr nach der Einführung erst 2.772 ausgelieferte Portionen. 

Knapp 700 ehrenamtliche Helfer

Gekocht werden die Speisen in den vier Heimküchen des SHV Schärding. Hier wird auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Kost geachtet. Für viele der rund 700 Helfer eine echte Herzensangelegenheit: „Ein Lächeln, ein paar freundliche Worte, das macht unsere Kontakte oft aus. Für mich ist es schönes Gefühl, dass ich gebraucht werde“, schildert Sepp Dirmhirn seine Erfahrungen. Er engagiert sich bereits seit 2020 als Fahrer. Bei den 20 Zustellfahrzeugen fahren bereits sieben elektrisch. Im Jahr 2024 spulten die Fahrer so 335.870 Kilometer ab.

Befragung belegt hohe Zufriedenheit 

Bei einer aktuellen Befragung unter den Beziehern von Essen auf Rädern mit einer Rücklaufquote von 81 Prozent, zeigt sich eine hohe Zufriedenheit. 87 Prozent der Teilnehmer zeigen sich sehr zufrieden oder zufrieden sowohl was den Geschmack als auch auch das Preis-Leistungsverhältnis angeht. Auch die Freundlichkeit der Fahrer wurde positiv hervorgehoben. „Viele Befragte betonten, wie wichtig ihnen dieses Angebot ist und wie sehr sie es im Alltag unterstützt“, erklärt Anja Diebetsberger vom SHV Schärding. 

„Essen auf Rädern ermöglicht mir, weiterhin eigenständig zu leben und meinen Alltag selbst zu gestalten. Es gibt mir Sicherheit und Lebensqualität zugleich“, so Rosa Luger, eine Bezieherin von Essen auf Rädern. 

Ebenfalls positiv bewertet wird auch die Flexibilität des Angebots, bei dem An- und Abmeldungen jederzeit möglich sind. „Wir erkennen die Herausforderungen der Zukunft und wissen, wie wichtig es ist, dass unsere Bürger möglichst in gewohnter Umgebung und selbstbestimmt leben können“, betont Kolmhofer, der sich gleichzeitig bei den vielen Helfern in den Sozialdiensten und Heimküchen bedankt.


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