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Online Redaktion, 12.03.2026 10:00

SCHÄRDING. Steigende Preise, wirtschaftliche Unsicherheit und Probleme im Gesundheits- und Sozialbereich beschäftigen viele Menschen im Bezirk Schärding. Die Arbeiterkammer (AK) ist für Betroffene eine wichtige Anlaufstelle: Allein im vergangenen Jahr suchten mehr als 3.200 Menschen aus der Region Rat und Unterstützung.

Mag. Wolfgang Schwarz, AK-Bezirksstellenleiter und AK-Präsident Andreas Stangl (Foto: AK OÖ / Wolfgang Spitzbart)

Das vergangene Jahr war von zahlreichen Krisen und Herausforderungen geprägt. Hohe Inflation, eine schwächelnde Konjunktur und steigende Insolvenzen machten vielen Arbeitnehmern zu schaffen. Entsprechend stark gefragt waren die Beratungs- und Vertretungsleistungen der Arbeiterkammer.

 

Arbeits- und sozialrechtliche Fragen

Im Bezirk Schärding nutzten viele Menschen dieses Angebot. Insgesamt 3.288 Mal wandten sich Ratsuchende an die regionale AK-Geschäftsstelle – telefonisch, persönlich oder per E-Mail. Besonders häufig ging es um arbeits- und sozialrechtliche Fragen, etwa zu Kündigungen, offenen Lohnansprüchen oder Endabrechnungen.

In arbeitsrechtlichen Fällen erreichte die AK Schärding für ihre Mitglieder im vergangenen Jahr Nachzahlungen von insgesamt 231.615 Euro. Häufig reicht schon ein Hinweis der AK an den Arbeitgeber, um offene Ansprüche durchzusetzen. In anderen Fällen müssen diese vor Gericht erstritten werden.

Noch deutlich höher waren die Summen im Sozialrecht: In 122 Fällen – vor allem rund um Pensionen und Pflegegeld – wurden mehr als 3,17 Millionen Euro für Betroffene erreicht. Dazu kamen knapp 588.000 Euro für Beschäftigte aus insolventen Betrieben im Bezirk.

 

Pflegegeld: wachsender Beratungsschwerpunkt

Ein wachsender Beratungsschwerpunkt ist das Thema Pflegegeld. Viele Einstufungen halten einer Überprüfung nicht stand. Immer wieder gelingt es der AK, für Betroffene eine höhere Pflegestufe durchzusetzen – so auch bei einer Familie aus dem Bezirk Schärding, deren demenzkranker Vater nach einer Klage statt Stufe 3 schließlich Pflegegeld der Stufe 5 erhielt.

In Summe hat die AK Schärding im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen für ihre Mitglieder Zahlungen von insgesamt 3.990.559 Euro erreicht.

 


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