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Taufkirchner will bei den Berufsweltmeisterschaften in Shanghai eine Medaille holen

Theresa Senzenberger, 13.04.2026 14:54

TAUFKIRCHEN. Seit Jahren wartet Österreich im Zimmerer-Bewerb der WorldSkills auf eine Goldmedaille – nun soll ein junger Oberösterreicher diese Durststrecke beenden: Luca Reitböck aus Taufkirchen an der Pram tritt bei den Berufsweltmeisterschaften im September in Shanghai an und will Rot-Weiß-Rot zurück aufs Podest führen.

Luca Reitböck aus Taufkirchen an der Pram will bei den Berufsweltmeisterschaften in Shanghai auf Medaillenjagd gehen. (Foto: Florian Wieser/SkillsAustria)

Im Zimmerer-Handwerk zählen Präzision, Maßarbeit und handwerkliches Können. Genau das wird auch bei den WorldSkills gefordert, wenn über vier Tage hinweg komplexe Holzkonstruktionen entstehen. Jeder Schnitt muss sitzen, jede Verbindung exakt passen.

Für den 17-Jährigen aus Taufkirchen ist das kein Neuland: Im Arbeitsalltag bei der Hauer Zimmerei arbeitet er bereits an Hallen, Dachstühlen und Carports. „Am Ende des Tages zu sehen, was man geschaffen hat, ist das, was mich an meinem Beruf begeistert“, sagt Reitböck.

Im Wettbewerb steigt der Anspruch zusätzlich. Unter Zeitdruck müssen Bauteile exakt vorbereitet und Konstruktionen fehlerfrei umgesetzt werden. „Mir sind präzises Arbeiten, handwerkliches Geschick und Teamarbeit besonders wichtig“, erklärt der Nachwuchszimmerer.

Eine Medaille als Ziel 

Die Ausgangslage ist anspruchsvoll: Seit 17 Jahren konnte Österreich in dieser Disziplin keine Medaille mehr gewinnen. Gold gab es noch nie. Für Reitböck ist das ein Ansporn: „Ich möchte unbedingt für Österreich eine Medaille holen. Auch weil es schon lange her ist.“

Druck verspürt er dennoch nicht. „Nein, von solchen Statistiken lasse ich mich nicht beirren – das muss man ganz entspannt angehen. Sonst hat man schon verloren.“

Gemeinsam mit Trainer Josef Angleitner von der Berufsschule Linz 2 bereitet er sich intensiv auf den Wettbewerb vor. Trainiert werden Abläufe, Techniken und das Arbeiten unter Zeitdruck.

Die WorldSkills sieht der 17-Jährige nicht nur als sportliche Herausforderung, sondern auch als wichtigen Schritt für seine Zukunft. Sein weiterer Weg ist bereits klar: Nach dem Wettbewerb möchte er die Holzbau-HTL in Hallein besuchen und dann die Meisterausbildung machen.


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