Schüler begeistern mit Raketenstart und Klimaprojekten in Suben und Linz
LINZ/SUBEN. Beim Climate Detectives Wettbewerb und dem CanSat-Austria-Wettbewerb 2026 stand in Linz und Suben alles im Zeichen von Raumfahrt, Klimaforschung und Innovation. Schüler aus ganz Österreich präsentierten praxisnahe und kreative Projekte. In Suben kam es sogar zu einem Raketenstart.

Beim Finale der Climate Detectives im Ars Electronica Center Linz präsentierten sechs Teams aus Braunau, Kitzbühel und Wien ihre Projekte. Ziel war es, lokale Klimaprobleme mithilfe echter Satellitendaten zu analysieren und Lösungsansätze zu entwickeln.
Den ersten Platz sicherte sich das Team Watervin@Wien vom Gymnasium GRG 19. Es untersuchte die Auswirkungen von Extremwetter, Bodenveränderungen und Klimawandel auf den Weinbau in Wien. Die Ergebnisse zeigen, dass sich veränderte Niederschläge und steigende Temperaturen bereits bemerkbar machen und Anpassungsmaßnahmen notwendig sind.
Die Jury würdigte besonders das große Engagement sowie die praxisnah umgesetzten Maßnahmen. Als Preis reist das Team zum internationalen ESA-Summit nach Frascati bei Rom.
Bionic X der HTL Braunau schaffte es auf den dritten Platz. Das Team überzeugte mit dem Projekt „Der Einfluss kleinerer Flüsse auf den Inn rund um Braunau am Inn“.
Mini-Satelliten im Praxistest in Suben
Beim CanSat-Wettbewerb, der in Linz und Suben ausgetragen wurde, entwickelten 13 Teams aus acht Schulen außerdem eigene Mini-Satelliten in Dosengröße. Diese wurden in Suben per Rakete auf bis zu 670 Meter Höhe gebracht und mussten während des Sinkflugs verschiedene Messungen durchführen – von Temperatur und Luftdruck bis hin zu individuellen Zusatzmissionen.
Den Sieg holte sich das Team BioSat vom BRG Oberpullendorf. Besonders überzeugte die Kombination aus anspruchsvollem technischem Design und innovativer Datenaufbereitung, unterstützt durch einen KI-Assistenten. Als Hauptpreis wartet ein Besuch bei der ESA in den Niederlanden.
Insgesamt nahmen 51 Schüler und 15 Lehrkräfte an dem Wettbewerb teil. Weitere Auszeichnungen gingen unter anderem an Teams aus Steyr, Wien und Oberpullendorf. Das Team des Bundesrealgymnasiums Steyr Michaelerplatz wurde als professionellstes Team ausgezeichnet.
Raumfahrt hautnah erleben
Ein besonderer Höhepunkt war das begleitende Bildungsprogramm: Rund 400 Kinder aus der Region verfolgten den Raketenstart live und konnten an interaktiven Stationen selbst aktiv werden – von Astronautentraining bis hin zu spielerischen Einblicken in die Erdbeobachtung. Damit wurde Raumfahrt für viele junge Besucher unmittelbar erlebbar – und vielleicht auch der Grundstein für zukünftige Karrieren gelegt.
Blick in die Zukunft
Ein weiteres Highlight steht bereits fest: Am 8. Oktober feiert ESERO Austria sein zehnjähriges Bestehen im Ars Electronica Center in Linz. Geplant sind Einblicke in die Weltraumforschung, Workshops und die Präsentation der besten Projekte.
Organisiert werden die Wettbewerbe von ESERO Austria im Ars Electronica Center Linz. Seit 2016 bringt die Initiative im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie der FFG/des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Weltraumthemen in die Klassenzimmer und eröffnet neue Zugänge zu MINT-Fächern.
Weltraum als Zukunftsfeld
„Der Weltraum ist ein zentrales Zukunftsfeld und ein starker Innovationstreiber für den Wirtschafts- und Technologiestandort Österreich“, sagt Innovations- und Weltraumminister Peter Hanke. „Satellitenanwendungen sind längst Teil unseres Alltags – in Kommunikation, Navigation und Wettervorhersage – und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Sicherheit.“ Umso wichtiger sei es daher, junge Menschen für diese Themen zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst Satellitentechnologie zu entwickeln und zu erproben.


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