Erhöhtes Cholesterin ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkte
SCHÄRDING. Erhöhtes Cholesterin (oder Cholesterol) ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Der „Tag des Cholesterins“, der heuer am 3. Juni begangen wird, will darauf aufmerksam machen.

„Im Körper ist von Natur aus eine gewisse Menge an Cholesterin vorhanden: als Bauteil von Zellen und als Reparaturmolekül von geschädigten Zellwänden, zur Produktion von Gallensäure, Vitamin D und Hormonen wie Östrogen oder Testosteron“, erklärt Thomas Bamberger, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Klinikum Schärding und fügt hinzu „aber ein zu hoher Cholesterinspiegel kann durch Gefäßverkalkungen Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen.“
Hoher Cholesterin in jungen Jahren gefährlich
Während in der zweiten Lebenshälfte viele ihre Cholesterinwerte kennen, gibt es gerade bei Jüngeren Grund zur Sorge. Eine Studie der Queen's University Belfast und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ergab, dass Menschen, die mit Anfang 30 einen stark erhöhten Spiegel aufweisen, später anfälliger für Herzinfarkte und Schlaganfälle sind. Viele wissen aber gar nicht, dass ihre Werte zu hoch sind. Anhand der Langzeitdaten berechneten die Forscher, dass ein Absenken der Werte spätestens ab dem Alter von 30 Jahren das Risiko für Herzerkrankungen um bis zu drei Viertel reduzieren kann. Auch stellten sie fest, dass Frauen unter 45, die früh auf ihren Cholesterinspiegel achten, ihr Risiko für Herzerkrankungen von 16 auf vier Prozent senken können, Männer immerhin von 29 Prozent auf sechs Prozent.
Das kann man gegen einen hohen Cholesterinspiegel tun
Als Prävention empfiehlt Bamberger einen gesunden Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung und dem Vermeiden oder Abbau von Übergewicht. Dazu gehört auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Fisch, magerem Geflügel, fettarmen Milchprodukten, pflanzlichen Fetten und Ölen (nicht Palm- und Kokosnussöl), Nüssen, viel ballaststoffreichen und wenig zuckerhaltigen Speisen und Getränken. Mögliche Ursachen für erhöhte Werte sind viel rotes Fleisch und Wurst, gesättigte Fettsäuren und Trans-Fettsäuren. Erkrankungen wie Diabetes und Adipositas, eine Schwangerschaft, die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder eine erbliche Vorbelastung können ebenfalls für erhöhte Werte sorgen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden