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Geschichtenwettbewerb: „Die geheimnisvolle Holzkiste“ zählt zu den acht besten Geschichten

Nora Heindl, 31.10.2023 12:05

MÜNZKIRCHEN. Die Gewinner des alljährlichen Kinder-Geschichtenwettbewerbs von Tips und dem OÖ Familienbund stehen fest. Die besten acht Geschichten werden nun in Tips veröffentlicht. So auch der Beitrag von Tobias Schratzberger.

„Die geheimnisvolle Holzkiste“ stammt von Tobias Schratzberger (Foto: Privat)
  1 / 2   „Die geheimnisvolle Holzkiste“ stammt von Tobias Schratzberger (Foto: Privat)

„Mit unserem Geschichtenwettbewerb möchten wir die Freude am Lesen und Schreiben bei Kindern fördern. Beim Verfassen der Fortsetzungsgeschichten tauchen die Nachwuchsautoren in spannende Fantasiewelten ein und beeindrucken uns jedes Jahr aufs Neue mit viel Kreativität und Eloquenz“, betont Martin Hajart, Obmann des Familienbunds OÖ.

Dieses Jahr hatte Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Auer den Geschichtenanfang verfasst. Fantasievolle Kinder bis zwölf Jahre konnten ihre Fortsetzungen an den OÖ Familienbund senden. Die besten acht der zahlreichen Einsendungen werden nun in der Tips abgedruckt. Unter den besten ist auch die Geschichte „Die geheimnisvolle Holzkiste“ von Tobias Schratzberger (9) aus Münzkirchen. Tips gratuliert ganz herzlich.

„Die geheimnisvolle Holzkiste“ von Tobias Schratzberger

Der Anfang der Geschichte:

Missmutig beobachtete Mia, wie dicke Regentropfen gegen die Dachfenster klatschten. Niemals würde Papa ihr erlauben, bei dem Wetter das neue Skateboard auszuprobieren. Seufzend drehte sie sich um und... stieß gegen eines der vollgestopften Regale. Unzählige Stoffreste segelten zu Boden. Auch das noch! Mia wollte sich gerade bücken, als sie die Holzkiste entdeckte. Komisch, die war ihr noch nie aufgefallen. Neugierig wischte sie die dicke Staubschicht vom Deckel. Eine verschnörkelte Schrift kam zum Vorschein: Bist du mutig genug für mein Geheimnis? Mia atmete tief durch und öffnete die Kiste. Gleißendes Licht strahlte ihr entgegen. Geblendet kniff sie die Augen zu. Als Mia sie wieder öffnete,...

Die Fortsetzung von Tobias Schratzberger:

... erblickte sie einen leeren Zettel, den sie vorsichtig in die Hand nahm. Augenblicklich tauchten hintereinander mehrere Buchstaben auf: „Mia, nur du kannst alles auf dieser Schatzkarte sehen.“ Plötzlich verschwand der Satz und ein Weg kam zum Vorschein, der zu einem roten X führte. Vor dem X gab es zwei Hindernisse, die anscheinend zu lösen waren. Das erste Hindernis befand sich auf einer Lichtung im benachbarten Wald. Ihr war sofort klar, dass sie sich gleich auf den Weg machen musste.

Als Mia am ersten Hindernis ankam, traute sie ihren Augen nicht! Die zu überwindende Hürde war nämlich ein tiefes Loch, über dem Steine schwebten. Rund um das Loch ragten spitze Zacken aus dem Boden. Mit zittrigen Knien traute sich Mia an den Rand des Loches, bückte sich und guckte vorsichtig hinein. Ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen. Da waren doch tatsächlich... menschliche Skelette! Gefasst stand sie wieder auf. Als sie jedoch auf den ersten schwebenden Stein steigen wollte, rutschte sie aus. Der Stein war nass und glitschig. In letzter Sekunde konnte sich Mia doch noch irgendwie mit ihren Händen am Rand des Steines festhalten. Mit aller Kraft zog sie sich am Stein hoch, stieg vorsichtig auf den nächsten Stein und kam schließlich erleichtert auf der anderen Seite des Loches an. Das hätte auch schief gehen können! Angespannt holte sie aus ihrer Hosentasche die Schatzkarte und suchte, wie der Weg weiterführte. Mia atmete noch einmal kräftig durch. Dann eilte sie weiter.

Am letzten Hindernis angekommen, staunte sie nicht schlecht. Vor ihren Augen befand sich der Eingang eines großen Labyrinths. Ohne lange zu überlegen, lief Mia sofort hinein. Doch plötzlich stand ein großer bellender Hund vor ihr. Wie es der Zufall will, hatte sie einen Keks in der Hosentasche. Bestimmt konnte sie den Hund damit ablenken. Als Mia ihm dieses Leckerli hinwarf, schnappte der Vierbeiner danach. Das tapfere Mädchen huschte vorsichtig an ihm vorbei und machte sich wieder schneller auf den Weg durch das Labyrinth. Was hatte ihr Uropa immer gesagt? Man soll in einem Labyrinth immer rechts gehen. Also befolgte Mia diesen Rat. Und tatsächlich. Nach gefühlt einer halben Stunde fand sie erleichtert den Ausgang. Auf einmal blieb sie abrupt stehen. Was war denn das? Da, direkt vor ihren Füßen tauchte einfach aus dem Nichts die Holzkiste auf. Völlig verwundert bückte sie sich runter und öffnete neugierig die Kiste. Der Deckel knarrte etwas beim Öffnen. Im Inneren befand sich eine goldene Münze. Aber es war keine gewöhnliche Münze – auf dieser stand ihr Name! Außerdem entdeckte sie einen Brief: „Mia, ich weiß, dass du meinen Schatz entdeckt hast. Mir gefiel es immer sehr, mit dir auf Schatzsuche zu gehen. Ich bin stolz auf dich, dass du alles so gut meisterst! Dein dich über alles liebender Uropa Herbert.“

Voller Freude raste Mia mit der Münze in der Hand nach Hause zu ihren Eltern und erzählte mit strahlendem Gesicht von ihrem unvergesslichen Abenteuer. Nun hatte Mia für immer eine schöne Erinnerung an ihren geliebten Uropa Herbert.


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