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"Luki" Weißhaidinger will in Paris österreichische Sportgeschichte schreiben

Alexander Kobler, 30.07.2024 08:00

TAUFKIRCHEN/PARIS. Mit viel Rückenwind durch seine EM-Silbermedaille von Rom im Juni greift der Taufkirchner Diskuswerfer Lukas „Luki“ Weißhaidinger bei den Olympischen Spielen in Paris nach dem nächsten Edelmetall. Es wäre bereits seine zweite olympische Medaille, nach Bronze in Tokio 2021. Tips hat sich mit dem Spitzenathleten über seine bisherige Saison, Heimatbesuche und die Zielsetzung für Paris unterhalten.

  1 / 5   Schon seit langem liegt der volle Fokus von Lukas Weißhaidinger auf Paris. (Foto: ÖOC/Michael Meindl)

Mit einer zweiten olympische Medaille würde er österreichische Sport-Geschichte schreiben, schließlich wäre er der erste männliche Österreicher, dem dieses Kunststück in der Leichtathletik gelingt. Die Silbermedaille von Rom hat für den sympathischen Taufkirchner aber auch schon einen ganz hohen Stellenwert. „Die Konkurrenz war wirklich stark, das war absolutes Weltniveau, deswegen ist dieser Erfolg für mich etwas ganz besonderes“, so der 32-Jährige im Tips-Interview. Mit seiner bisherigen Saison ist Weißhaidinger sehr zufrieden: „Gemeinsam mit meinem Trainer Gregor Högler habe ich im letzten Oktober eine Wurfumstellung vorgenommen, die sich jetzt auszahlt“, Seitdem setzt der Diskuswerfer auf mehr Geschwindigkeit beim Abwurf und einen stärkeren Hüftschwung.

Voller Fokus auf Paris

Zwischen den beiden Großereignissen, Europameisterschaft und Olympia, hatte der zwei Meter Hüne zumindest auch ein wenig Zeit, um in seiner Innviertler Heimat Kraft zu tanken. Seinen Lebensmittelpunkt hat er aufgrund seines Trainers schon seit geraumer Zeit nach Wien verlagert. Der volle Fokus liegt natürlich schon länger auf den Olympischen Spielen, die bekanntlich nur alle vier Jahre stattfinden. Am 5. August bestreitet er die Qualifikation in der französischen Metropole, läuft alles nach Plan folgt dann am 7. August abends der Finalwettkampf. „Ich will gut und sicher durch die Quali kommen und wenn es geht natürlich auch ein paar Körner für das Finale sparen“, so der 32-Jährige. Nicht mehr zu viel nachdenken lautet die klare Devise. Ein bestimmte Weite hat sich der rund 150 Kilo schwere Wurfspezialist nicht gesetzt. „Sowas ist im Vorfeld immer schwierig zu sagen, ich denke 69 oder sogar 70 Meter wird man für eine Medaille auf jeden Fall brauchen. Ich habe aber gemerkt, dass es noch Dinge an meinem Wurf gibt, die ich verbessern kann, um nochmal zusätzlich ein bis zwei Meter rauszuholen.“ In Rom hatten Weißhaidinger 67,70 Meter zur Silbermedaille gereicht, Seine persönliche Bestweite liegt bei 70,68 Meter.

Vorfreude auf Heimspiel in Andorf

Eine olympische Medaille hat für den Taufkirchner einen extrem hohen Stellenwert. „Schon die erste Medaille 2021 war etwas ganz großes, eine zweite Medaille in Paris wäre natürlich der Oberhammer.“ Wenngleich natürlich der volle Fokus zunächst Olympia gilt, freut sich der 32-Jährige gleichzeitig auch schon wieder auf sein Heimspiel beim Laufmeeting Andorf am 17. August. „Es ist einfach ein tolles Event, es macht wirklich viel Spaß, gerade wenn auch die lokale Unterstützung durch Freunde und Familie vor Ort mit dabei ist.“ In Paris muss es leider mit etwas weniger Unterstützung im Stadion reichen. Da die Tageskarten rund 300 Euro kosten und der Athlet selbst in der Regel nur zwei Karten zusätzlich bekommt, muss der Taufkirchner auf einen größeren Fanclub vor Ort verzichten.

Wenn Weißhaidinger in der Heimat zu Gast ist, darf natürlich auch das Lieblingsessen nicht fehlen. „Mein Leibspeise ist ein gutes Schnitzel mit Kartoffelpüree und Ei. Glücklicherweise muss ich in meiner Sportart auch während der Saison nicht auf alles verzichten, da kann man sich also zwischendurch schon auch mal etwas gönnen“, scherzt der Spitzensportler. Mit einer zweiten olympischen Medaille im Gepäck würde der nächste Heimatbesuch dann wohl sprichwörtlich noch besser schmecken.


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