Schärding. Die Landwirtschaftskammerwahl steht vor der Tür. Als Spitzenkandidaten für den Bezirk Schärding schicken die Grünen Bäuerinnen und Bauern OÖ Hans-Albert Riedmann, Bio-Kontrolleur und Bio-Schafbauer aus Raab, am 25. Jänner ins Rennen.
2009 haben die Grünen Bäuerinnen und Bauern den Einzug in die Landwirtschaftskammer, in der der Bauernbund mit 27 von 35 Kammerräten das Sagen hat, nur knapp verpasst. 300 Stimmen fehlten. Heuer sind zwei bis drei Mandate das erklärte Ziel. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass dann das Innviertel mit der Listenzweiten Katharina Stöckl und dem -dritten Manfred Penninger – beide aus dem Bezirk Ried – in der Landwirtschaftskammer stark vertreten sein wird. „Uns ist die bäuerliche Landwirtschaft wichtig, deshalb wollen wir mitreden“, so die Landtagsabgeordnete Maria Wageneder. Viele Förderungen gehen derzeit an Großbetriebe. „Der Bauernbund redet zwar davon, dass die bäuerliche Landwirtschaft erhalten bleiben soll, arbeitet aber dagegen“, erzählt Wageneder. Und so verschwinden allein im Bezirk Schärding jährlich etwa 50 bäuerliche Betriebe, oft weil junge Menschen keine Zukunft mehr sehen. Das hat den Verlust von 70 bis 80 Arbeitsplätzen zur Folge – und das bei einer steigenden Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln. Deshalb setzen sich die Grünen für eine Aufwertung der bäuerlichen Arbeitsplätze und eine faire Abgeltung ein. Damit auch kleinere Betriebe lebensfähig bleiben, wollen sie höhere Förderungen für die ersten 30 Hektar und auch für den Biolandbau. Klar sprechen sich die Grünen gegen die Überschwemmung von Billigprodukten aus dem Ausland aus. Hans-Albert Riedmann: „Wir wollen die bäuerliche Landwirtschaft in Oberösterreich stärken und TTIP stoppen. Dazu braucht es auch einen Richtungswechsel in der oberösterreichischen Agrarpolitik.“