Bilanz der Arbeiterkammer Schärding
BEZIRK SCHÄRDING. Im vergangenen Jahr wandten sich 3.507 AK-Mitglieder mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die AK Schärding. Inhaltlich ging es dabei vorwiegend um Fragen zur Pensionierung, zur Entlohnung und zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Zusätzlich haben die Bildungsexperten der AK Oberösterreich in der Bezirksstelle Schärding 84 persönliche Bildungsberatungen durchgeführt.

Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen ist es mit der Beratung nicht getan. Die AK muss bei den Arbeitgebern intervenieren, und wenn auch das nicht hilft, vor Gericht gehen, um den Arbeitnehmern zu ihrem Recht zu verhelfen. Durch 30 außergerichtliche Interventionen wurden im Vorjahr 134.808 Euro an vorenthaltenem Entgelt eingebracht. Durch 82 Rechtsvertretungen vor dem Arbeitsgericht wurden 133.925 Euro erkämpft. Für 15 Arbeitnehmer aus dem Bezirk, die von einer Insolvenz betroffen waren, wurden knapp 60.000 Euro durchgesetzt.
Gründe für Beratungen
Hauptgründe, warum die AK für ihre Mitglieder in Arbeitsrechtsfragen intervenieren oder gar vor Gericht gehen muss, sind Differenzen bei der Endabrechnung, vorenthaltenes laufendes Entgelt sowie die Anfechtung von fristwidrigen Kündigungen und ungerechtfertigten Entlassungen. In 38 Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Schärding im vergangenen Jahr 1.157.358 Euro. Dabei ging es hauptsächlich um Pensionsansprüche (Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension) und Pflegegeld. In Summe hat die AK Schärding im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen Zahlungen von fast 1,5 Millionen Euro erreicht.


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