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SCHÄRDING. ÖGB-Frauenvorsitzende der Region Schärding Christine Winzer fordert Maßnahmen, um die Einkommensschere zu schließen.

ÖGB-Funktionäre bei der Equal Pay Day-Aktion am Stadtplatz in Schärding(Foto: ÖGB)
ÖGB-Funktionäre bei der Equal Pay Day-Aktion am Stadtplatz in Schärding(Foto: ÖGB)

10. 642 Euro oder 23,2 Prozent verdienen Frauen für Vollzeitarbeit in Schärding im Durchschnitt noch immer weniger als Männer. Darauf macht der Equal Pay Day aufmerksam. Zwar hat er sich im vergangenen Jahr um einige Tage nach hinten verschoben, doch Schärding liegt an sechster Stelle in Oberösterreich. „Am 8. Oktober haben die Männer das verdient, was wir Frauen in einem ganzen Jahr verdienen. Das zeigt, dass es weiterhin großen Handlungsbedarf gibt, um die Einkommensschere endlich zu schließen“, sagt die Frauenvorsitzende der Region Schärding, Christine Winzer. Laut Winzer betrifft der Einkommensunterschied nicht nur das Arbeitsleben, sondern setzt sich auch in der Pension fort. „Das führt dazu, dass viele Frauen eine sehr geringe Pension haben, von der sie ihr Leben kaum bestreiten können“, so Winzer. Ein wichtiger Schritt in Richtung höhere Bezahlung für Frauen wäre die Einführung von 1.700 Euro kollektivvertraglichem Mindestlohn.

Lohntransparenz

Dazu muss es Lohntransparenz in den Betrieben geben, damit Frauen auch wissen, was ihre männlichen Kollegen verdienen. Um Frauen überhaupt Vollzeitarbeit zu ermöglichen, ist es dringend notwendig, auch die Kinderbetreuung in Oberösterreich auszubauen. „Hier ist die Politik gefragt. Zwar hören und lesen wir immer warme Worte der Frauenlandesrätin Christine Haberlander, doch wir vermissen die Taten. Sie hätte es in der Hand, die Situation von Frauen in der Arbeitswelt zu verbessern – es passiert aber wenig bis gar nichts“, meint Winzer.


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