Equal Pay Day im Bezirk Schärding
BEZIRK SCHÄRDING. Der ÖGB Schärding machte im Rahmen des „Equal Pay Day“ wieder auf das Ungleichgewicht beim Einkommen zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Frauen im Bezirk verdienen derzeit 11.755 Euro weniger als Männer, das entspricht einem Unterschied von 21,6 Prozent.

Während das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Männern auf Bezirksebene bei 54.297 Euro liegt, sind es bei Frauen im Schnitt nur 42.542 Euro. Dadurch haben Männer bereits zum 13. Oktober das Einkommen erreicht, für das Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. „Es kommt einem manchmal vor wie eine Geschlechter-Lotterie. Bist du eine Frau, bekommst du für gleichwertige Arbeit einfach weniger Geld als ein Mann. Das darf nicht sein“, beklagt sich die Regionalvorsitzende des ÖGB Schärding, Kathrin Reynard.
Umfassendes Maßnahmenpaket gefordert
Der Gewerkschaftsbund fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Schließung der Lohn- und Gehaltslücke. Ein Mittel könnten Einkommensberichte darstellen, die von Unternehmen mit mehr las 150 Mitarbeitern erstellt werden müssen. Weil dies aufgrund fehlender Sanktionen häufig aber nicht passiert, fordert Reynard die Bundesregierung auf, die neue EU-Lohntransparenzrichtlinie rasch umzusetzen. „Eine ambitionierte Umsetzung kann als echter Booster für die Einkommenstransparenz wirken“, erhofft sie die Regionalvorsitzende.
Der österreichweite „Equal Pay Day“ fällt heuer auf den 1. November. Durchschnittlich verdienen Frauen auf Bundesebene 9.820 Euro weniger pro Jahr als Männer.


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