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Bilanz: Arbeiterkammer erkämpfte 4,5 Millionen Euro im Bezirk

Alexander Kobler, 13.02.2025 12:12

BEZIRK SCHÄRDING. Die Arbeiterkammer Schärding hat ihre Leistungsbilanz für das Jahr 2024 vorgestellt, insgesamt konnten gut 4,5 Millionen Euro für die Arbeitnehmer erkämpft werden. Rat- und Hilfesuchende wendeten sich im vergangenen Jahr 3.649 Mal an die Arbeitnehmervertretung.

AK-Bezirksstellenleiter Wolfgang Schwarz (l.) und AK-Präsident Andreas Stangl präsentierten die Leistungsbilanz 2024. (Foto: AK OÖ / Wolfgang Spitzbart .)

Oberösterreichweit holte die AK OÖ 132 Millionen Euro für seine Mitglieder heraus. „Das Jahr war geprägt von der Teuerung und dem zweiten Jahr der Rezession, auch die vielen Insolvenzen haben natürlich zu Buche geschlagen“, so AK OÖ-Präsident Andreas Stangl. Neben dem Rechtsschutzgeschäft hatte die Kammer im Sozialrecht vermehrt mit dem Thema Pflegegeld und Pflegestufenerhöhungen zu tun. Pro Tag werden im Schnitt zwei Prozesse in Sachen Pflegegeld gewonnen. Ebenfalls stark erhöht haben sich die Schadensfälle durch immer raffiniertere Phishing-Methoden sowie Anfragen zu angeblichen Besitzstörungen.

24 Mal vor Gericht vertreten

Wie Bezirksstellenleiter Wolfgang Schwarz verdeutlichte, waren auf Bezirksebene auch die oberösterreichweiten Tendenzen erkennbar. Die 3.649 Beratungen waren bunt gemischt, was die jeweiligen Themen angeht. Im Bezirk gibt es aktuell 23.061 AK-Mitglieder mit Hauptwohnsitz. Außergerichtlich hat die AK Schärding 2024 insgesamt 216.658 Euro an vorenthaltenem Entgelt herausgeholt. 24 Mal musste die Interessensvertretung ihre Mitglieder vor Gericht vertreten. Wie Stangl und Schwaz betonen, ist auch kein Betrag zu klein, um sich an die AK zu wenden, es gibt keine Untergrenze. So erkämpfte die AK Schärding etwa einen Betrag von 72,64 Euro für einen nicht bezahlten Tag Probearbeit. Knapp 90 Prozent der Fälle, mit denen sich die AK beschäftigen musste, kommen aus unorganisierten Betrieben, das heißt Firmen ohne eigenen Betriebsrat.

Auch für das laufende Jahr 2025 rechnet die Beratungsstelle aufgrund der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Situation erneut mit einem hohen Aufkommen an Anfragen. Ein wichtiges Thema ist dabei auch die Empathie, das heißt, dass die gut geschulten Berater möglichst vorsichtig und sensibel mit den Emotionen der Hilfesuchenden umgehen.


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