„Ein wilder Sommer“ - Erschütterte Leben auf der Leinwand

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Ariane Zeilinger Tips Redaktion Ariane Zeilinger, 20.03.2018 09:05 Uhr

WIESELBURG/MELK. Ein fiktivier Plot in einem idyllischen Ort in der Wachau in den frühen 80er Jahren. Das ist der Schauplatz von Anita Lackenbergers aktueller Kinoproduktion „Ein wilder Sommer“ ­– in der Hauptrolle die gebürtige Wieselburgerin Dagmar Bernhard. Regisseurin Anita Lackenberger und Dagmar Bernhard plauderten mit Tips über den bisherigen Verlauf der Produktion und über einen Ort, in dem plötzlich die Einwohner ihre Arbeitsstelle verlieren. 

„Ich bin super zufrieden und sehr glücklich über die tolle Zusammenstellung und Zusammenarbeit der Schauspieler“, freut sich Regisseurin Anita Lackenberger über den bisherigen Verlauf ihrer aktuellen Kinoproduktion und verrät: „Ich rechne mit Mitte November diesen Jahres mit der Ausstrahlung des zweistündigen Filmes in den Kinos“.

Ein Ort wird arbeitslos

Der Schauplatz des Filmes ist Schönbühl. In den frühen 80er Jahren erfährt die Jugend vom Land ein zunehmendes freies Lebensgefühl – bis plötzlich die Fabrik im Ort ihre Schließung verkündet. Damit sind die Lebensentwürfe der Menschen im Ort erschüttert und die Jugend ist auf der Suche nach einer Zukunft.

Zwischen Schank und Studium

Eine von ihnen ist Anna, gespielt von Dagmar Bernhard, die mehr aus sich machen will und auf der Universität in Innsbruck studiert. Da ihr Onkel ihr mit dem Studium geholfen hat, hilft sie diesem in seiner Schwank in der Wachau aus.

„Gedreht wurde in Aggsbach, die Handlung selbst spielt in der Wachau. Der letze Drehblock war für mich eine sehr intensive Zeit, teilweise hatte es ja auch -14 Grad draußen“, erinnert sich Bernhard. „Der Film läuft über ein ganzes Jahr, und wir haben bereits Drehtage hinter uns, sowie noch Drehblöcke vor uns“, erzählt die Schauspielerin die auch die tolle Zusammenarbeit mit den Kollegen lobt.

„Man geht an seine Grenzen“

„Spannend war natürlich auch, was man aus der jeweiligen Rolle macht und wie man sich diese zurecht legte. Es war meine erste Hauptrolle in einem Spielfilm und es hat mir großen Spaß gemacht. Man geht an seine Grenzen, und das nicht nur wegen der Grenzsituationen im Film. Für mich war es spannend, eine komplett andere Figur nach außen zu strahlen. Auch meine Kollegen haben mich während des Drehs immer wieder mit der Darstellung ihrer Figuren überrascht“, erzählt die Hauptdarstellerin.

Auf die Frage, ob ihr das Spielen auf der Theaterbühne oder vor der Filmkamera mehr liege, antwortet Dagmar Bernhard: „Ich mag beides. Es sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Beim Theaterschauspiel bekommt man als Darsteller sofort und direkt etwas zurück und man spürt an der Reaktion des Publikums, ob die Leute berührt sind. Beim Filmdreh hingegen ist das kleine, feine Spiel reizvoll. Dabei kann man sehr subtil aufzeigen, wie es der Figur gerade geht. Die Challenge dabei ist, dass man nur einmalig die Möglichkeit hat, einen Zustand oder eine Situation festzuhalten. Denn was im Kasten ist, ist im Kasten, woran man im Nachhinein nichts mehr ändern kann“.

Anita Lackenberger über ihre zweite Spielfilmproduktion

„Ein wilder Sommer“, ist die zweite Spielfilm-, beziehungsweise Kinoproduktion von Anita Lackenberger, die immer Drehbuch und Regie führt. „Das Drehbuch entstand in einem Zeitraum von etwa drei bis vier Monaten. Danach wurde es mehrmals umgeschrieben, adaptiert und auf Machbarkeit und Wünsche überprüft. Insgesamt dauerte es rund eineinhalb Jahre, bis das Drehbuch endgültig stand“, erzählt Lackenberger abschließend.

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