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Sprachtalent und Poetry Slammerin Isabell Aigner aus Scheibbs tritt beim Landeswettbewerb an

Leserartikel Rosemarie Schauer-Wolkenstein, 22.04.2018 14:01

SCHEIBBS. Isabell Aigner hat schon beim grenzüberschreitenden Poetry Slam „BE A BORDER CROSSER“ das Publikum überzeugt – jetzt wird sie am 23. April beim Landeswettbewerb in St. Pölten antreten.

Sprachkünstlerin Isabell Aigner
Sprachkünstlerin Isabell Aigner

Tips: Seit wann machst du bei Redewettbewerben mit?

Aigner: Ich habe das letzte Jahr zum ersten Mal bei einem Redewettbewerb in der Schule mitgemacht und auch bei der Landjugend – und bin bis zum Bundeswettbewerb weitergekommen. Auch meine Schwester hat sich in der Kategorie „Spontanrede“ qualifiziert. Das war eine schöne Erfahrung gemeinsam mit meiner Schwester an einem Redewettbewerb teilnehmen zu können.

Welche sind deine liebsten Ausdrucksformen?

Poetry slam mache ich, seit ich über ein Gedicht von Julia Engelmann gestolpert bin. Diese Ausdrucksform ist cool, weil man soviel einbringen kann. Und auch die meditative Arbeit beim Käse einpacken bei meinem letzten Praktikum hat mich zu einem Poetry-Slam Gedicht inspiriert. Ich schreibe auch sehr gerne auf Englisch, die Sprache gefällt mir sehr gut und ich kann mich anders ausdrücken als auf deutsch. Ich habe auch immer schon gerne Geschichten gehört, mein Opa und meine Eltern haben mir viel vorgelesen – es war ein Ritual vorm Schlafengehen. Auch meine Lehrer haben mich in Deutsch immer gefördert.

Möchtest du einmal ein Buch schreiben?

Ja, es ist ein Traum von mir, einmal ein Buch herauszubringen, das soll dann in Englisch sein und für das schreibe ich auch schon. Ich beschäftige mich dabei mit Fragen die die Allgemeinheit betreffen und versuche diese mit meinen Erfahrungen zu beantworten – die Texte sind eher tiefgründig und auch poetisch. Es gibt schon ganz viel Material, ich habe bereits 33 Kapitel geschrieben, wobei es kürzere und längere gibt. Der Titel ist: „the sun, the moon and unsaid words“. Ich schreibe da viele Sachen rein, die ich so nicht ausplaudern will. Es ist auch sehr methaphorisch und immer wieder kommen Sonne und Mond in den Geschichten vor.

Seit wann schreibst du?

Mit 14 habe ich angefangen zu schreiben. Es sind aber auch Geschichten aus meinen Kindheitserinnerungen drin.

Was hast du in Zukunft geplant?

Ich lasse mich da überraschen, ich rede auch nicht so gerne vor Menschen – das jetzt ist schon eine Überraschung, dass ich freiwillig bei einem Redewettbewerb mitmache, grundsätzlich bin ich eher ruhig und introvertiert. Ich möchte auch mit meiner Schwester gemeinsam Spontanrede ausprobieren. Und bei meinem Buch werde ich sicher auch weitermachen.

Was ist dein Berufswunsch?

Ich bin im Josephinum in der Abteilung Lebensmittel und Biotechnologie. Der Naturwissenschaftliche Bereich hat mich immer schon interessiert und da möchte ich auch bleiben. Auch Sport interessiert mich – Sportmedizin wäre eine Möglichkeit. Professionelle Schriftstellerin kann ich mir als Hauptberuf eher weniger vorstellen – ich glaube, dass ich mir dann zu viel Druck machen würde, als Hobby ist es besser – ich glaube, dass anders die Qualität leiden würde


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