Schneekatastrophe im Bezirk Scheibbs: Gaming
BEZIRK SCHEIBBS. Der Wintereinbruch im Bezirk hielt die Einsatzkräfte auf Trab. Zahlreiche Fahrzeugbergungen und Sturmeinsätze standen auf dem Programm. Nachdem vor einigen Tagen bereits das Hochkar zum Katastrophenschutzgebiet erklärt wurde, stellte die Bezirkshauptmannschaft Scheibbs als katastrophenschutzbehörde heute fest, dass auch im Gemeindegebiet von Gaming eine Katastrophe in den Gebieten Lackenhof und Neuhaus vorliegt. Grund dafür ist die Lawinen- und Schneebruchgefahr aufgrund der extremen Schneefälle in den vergangenen Tagen.

Genau betroffen sind das Hintere Weitental, ab Gebäude 51 - 52 (Ötscherlift Talstation) bis zum Gebäude Nr. 59 der Familie Pechhacker. Weiters wurde die im Gebiet Neuhaus liegende Landstraße B71 vom Str.km. 13,600 (Waschhausbrücke) bis Str.km. 21,360 (Zellerrain bis Landesgrenze Steiermark) gesperrt.
„Die Lage ist mittlerweile sehr angespannt. Ich bedanke mich bei der Bevölkerung, die die Lage ruhig aufnimmt, der Bezirkshauptmannschaft, der Straßenmmeisterei und den Mitarbeitern der der Gemeinde sowie der, der Lawinenkommission, sowie bei sämtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr und des Roten Kreuzes. Wir stehen permanent in Kontakt - bei Sitzungen der Lawinenkommission und auch telefonisch, da man sich auf auf kurzem Weg absprechen muss“, informiert Gamings Bürgermeisterin Renate Gruber (SPÖ) über die aktuelle Situation.
Noch nie dagewesene Situation
Anfang der Woche kam es, aufgrund des Starken Schneefalls und des Windes am Hochkar bereits zu einer noch nie da gewesenen Situation: Das Hochkar musste Anfang der Woche evakuiert werden. Alle Gäste und Bewohner konnten das Hochkar bereits verlassen.
LH Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP), Bezirkshauptmann Johann Seper, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Spendlhofer, Bezirkskommandant stv. Andreas Kurz, Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (ÖVP) sowie Vertreter des Militärs der Lawinenkommission , Gemeinde, die Kommandanten der Örtlichen Feuerwehren und der Hochkar Bergbahnen trafen sich am vergangenen Dienstag zu einem Lokalaugenschein in Göstling um die nächsten Schritte zu besprechen.
Nachdem sich die Wettersituation im Laufe der Woche zuspitzte wurde auch das Skigebiet Ötscher gesperrt und Gebiete in der Gemeinde Gaming zu Katastrophengebieten erklärt. “Mittlerweile mussten neun Häuser im Gemeindegebiet Lackenhof evakuiert werden, da es kein Durchkommen mehr gibt und die Straße Die Menschen aus dem Gebiet von Neuhaus sind von unserer Seite her gesehen abgeschnitten und auch die Zellerrain Straße ist nicht mehr befahrbar“, so Gamings Bürgermeisterin Renate Gruber.
Ausblick für kommenden Freitag
Wenn die Wetterprognosen eintreffen wie angesagt, werden am Freitag Nachmittag Erkundungsflüge durchgeführt und die gefährlichen Stellen abgesprengt. Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die Örtlichen Feuerwehren das Bundesheer und den KHD (Katastrophenhilfsdienst) die voraussichtlich am Wochenende zum Einsatz kommen.
„Das Hochkar ist seit dem 9. Jänner - nach den gesetzlichen Bestimmungen - zum Katastrophenschutzgebiet erklärt. Da die Lage derzeit nicht abschätzbar ist, gilt der Status auf unbestimmte Zeit. Der Katastrophenstab der BH Scheibbs wurde somit auch bereits eingerichtet“, informiert Christian Pehofer, Bezirkshauptmann Stellvertreter im Bezirk Scheibbs und merkt an: „Der Einsatz des Bundesheeres wird zu jenem Zeitpunkt schlagend, wenn die Sprengungen der Schneemassen erfolgen. Dieser Schritt kann erst bei Flugwetter durchgeführt werden und ist für morgen avisiert. In Folge soll die Alpenstraße durch das Bundesheer und Feuerwehr freigeräumt und gefräst werden. Danach soll der Talboden im Skigebiet freigeräumt und freigelegt werden.“


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