Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK. Laut AUVA-Statistik Niederösterreich sank die Unfallrate im Jahr 2017 auf ein Rekordtief und es gab kürzere Krankenstände nach Arbeitsunfällen. Auch im Bezirk Scheibbs sind gegenüber 2016 mit 384 Arbeitsunfällen im letzten Jahr die Arbeitsunfälle auf 308 anerkannte Arbeitsunfälle zurückgegangen.

Arbeitsunfälle sind zurückgegangen. Symbolfoto: Wodicka
Arbeitsunfälle sind zurückgegangen. Symbolfoto: Wodicka

Gegenüber dem Trend eines Rückganges in ganz Niederösterreich auch der Krankenstandstage - von 2016 mit durchschnittlich 16,85 Krankenstandstage waren 2017 16,32 Krankenstandstage niederösterreichweit zu verzeichnen - gab es im Bezirk Scheibbs einen leichten Anstieg gegenüber 2016 - nämlich 19,52 gegenüber 19,34 im Jahr davor. 

Die AUVA unterstreicht ihre Stellung als international beachtetes Erfolgsmodell - die Unfallrate sei bei steigenden Beschäftigungsverhältnissen im Jahr 2017 neuerlich gesunken und hat damit einen historischen Tiefststand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1948 erreicht. 

Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten vermeiden

Seit 130 Jahren verfolgt die AUVA das Ziel, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Mit Erfolg, denn seit den 1990er Jahren ist es gelungen, die Zahl der Arbeitsunfälle fast zu halbieren.

2017 ist die Unfallrate so niedrig wie nie – und das, obwohl die Beschäftigungsverhältnisse gestiegen sind. „Umso wichtiger ist es, sicherzustellen, dass die AUVA weiterhin ihre Leistungen im vollständigen Ausmaß erbringen kann und nicht zerschlagen wird. Denn die AUVA ist ein sozialpolitisches Erfolgsmodell, um das Österreich international beneidet wird“, sagt Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien.

Unfallrate liegt in Niederösterreich unter dem Durchschnitt

In Niederösterreich gab es 2017 12.336 Arbeitsunfälle von Erwerbstätigen (ohne Wegunfälle), das sind im Vergleich zum Jahr davor um 57 Arbeitsunfälle weniger. Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse um rund 1,7 Prozent gestiegen. Auf 1000 Beschäftigte kamen in Niederösterreich letztes Jahr durchschnittlich 22,75 Arbeitsunfälle (2016: 23,23). Damit liegt die Unfallrate auch unter dem österreichischen Durchschnitt, der mit 24,27 den historischen Tiefststand von 2016 neuerlich unterschritten hat.

Betrachtet man die letzten fünf Jahre, so ist die Unfallrate in Niederösterreich von 25,25 auf 22,75 gesunken. Die Dauer des Krankenstands nach einem Arbeitsunfall ist 2017 neuerlich gesunken: Durchschnittlich beträgt die Anzahl der Krankenstandstage nach Arbeitsunfällen in Niederösterreichs Betrieben 16,24 Tage (2016: 16,79 Tage). 2015 betrug die durchschnittliche Krankenstandsauer noch 18,88 Tage. Innerhalb von zwei Jahren haben sich die Krankenstände nach Arbeitsunfällen signifikant verkürzt, und zwar um 2,64 Tage.

Abgesehen vom Leid der Betroffenen, stellen lange Krankenstände vor allem für kleinere Betriebe eine finanzielle Belastung dar. Auch die Produktivität leidet, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin infolge eines Arbeitsunfalls längere Zeit ausfällt. „Die AUVA hat mit ihren Maßnahmen im Bereich der Prävention und der hervorragenden Unfallversorgung wesentlich dazu beigetragen, die Zahl der Arbeitsunfälle sowie die Dauer der damit verbundenen Krankenstandstage zu reduzieren und damit auch die Kosten für Unternehmen und die Volkswirtschaft zu senken“, sagt Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien.

Gefährlichste Branchen, häufigste Unfallursachen

Die häufigsten Arbeitsunfälle in Niederösterreichischen Betrieben ereigneten sich im Handel (Einzel- und Großhandel): 2801 Arbeitsunfälle, das sind rund 22,7 Prozent aller Arbeitsunfälle in Niederösterreichs Betrieben. Dahinter folgen die „Herstellung von Waren (Produktion)“ mit 2570 Arbeitsunfällen sowie das „Bau- und Baunebengewerbe“ mit 2097 Arbeitsunfällen.

Die häufigsten Unfallursachen waren der „Kontrollverlust“ über Maschinen, Transportmittel und Werkzeuge (4998 Arbeitsunfälle), „Bewegung des Körpers ohne körperliche Belastung“, wie zum Beispiel unkoordinierte Bewegungen, Anstoßen oder Zusammenstoßen (2.271 Arbeitsunfälle) sowie „Sturz und Absturz“ von Personen (2228 Arbeitsunfälle).

Berufskrankheiten: Gehör und Haut besonders betroffen

Insgesamt wurde in Niederösterreich 2017 in 160 Fällen eine Berufskrankheit anerkannt, in mehr als der Hälfte aller Fälle handelte es sich dabei um die durch Lärm verursachte Schwerhörigkeit (86 Fälle), danach folgen Hauterkrankungen (18 Fälle) und asbestbedingte Krebserkrankungen (Rippenfell, Lunge oder Kehlkopf) (14 Fälle).

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden