Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LACKENHOF. Zur Rettung der Ötscherlifte in Lackenhof haben SPÖ und FPÖ Niederösterreich heute eine Sondersitzung des Landtags beantragt. Die Sitzung soll am 9. Dezember stattfinden.

  1 / 2   Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ) vor dem Ötscherlift in Lackenhof. (Foto: SPÖ NÖ)

Vergangenen Freitag verkündeten die Schröcksnadel-Gruppe und die ecplus Alpin GmbH das Aus der Ötscherlifte. Schon bald wurden Rufe von verschiedenen Seiten laut, dass das Land Niederösterreich die Skilifte übernehmen soll. Der zuständige Landesrat Jochen Danninger (ÖVP) erteilte dieser Forderung bereits eine Absage und stellte Lackenhof stattdessen drei Millionen Euro in Aussicht, von denen zwei Millionen Euro in ein neues Tourismuskonzept fließen sollen. SPÖ und FPÖ wollen diese Entscheidung nicht hinnehmen und kämpfen weiter für den Erhalt der Lifte – heute beantragten sie dazu eine Sondersitzung des Landtags.

Gespräche mit Interessenten geführt

„All die wundervollen ÖVP-Plakatslogans vom vollen Einsatz für den ländlichen Raum sind mit einem Schlag als leere Worthülsen enttarnt“, zeigt sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ) verärgert. Er habe jedenfalls nichts unversucht gelassen für den Ötscher Alternativen zu sondieren und habe auch bereits Gespräche mit Interessenten aus Österreich und Deutschland zu einer möglichen strategischen Partnerschaft geführt. Schnabl weiter: „Das Land NÖ mit seinen ressortzuständigen ÖVP-Regierern soll endlich zu seiner Verantwortung stehen. Sie haben das vorläufige Aus mit verursacht und sollen nun endlich in die Gänge kommen, Alternativen zu suchen. Wenn alle Seiten die Zukunft der Region um den Ötscher im Blick haben, sehe ich das letzte Wort noch nicht gesprochen und eine reelle Chance aus der derzeitigen Hoffnungslosigkeit zum Höhenflug anzusetzen und den Ötscher als Erlebnisdestination weiterzuentwickeln.“

 Nachhaltige Rettung anstreben

Der Lösungsvorschlag der SPÖ: „Die Ausfallshaftung für den Betrieb zu übernehmen, würde weniger als ein Drittel der zugesagten Hilfsleistungen für Konkurse von Betrieben in der Region verursachen. Mit etwa einer Million könnte die Saison durchgeführt werden. Währenddessen könnte in Gesprächen mit Interessenten die nachhaltige Rettung angegangen und die Region um den Ötscher weiterentwickelt werden“, heißt es in einer Presseaussendung.

 FPÖ will Land in die Pflicht nehmen

„ Die Übernahme und der Weiterbetrieb durch die landeseigene ecoplus Alpin hätten längst erfolgen können. Warum die ÖVP über Monate hinweg die Gemeinde, die Betriebe vor Ort, die Gastronomen, die Sportgeschäfte, die Arbeitnehmer und alle, die am Skigebiet dranhängen, im Dunkeln gelassen hat, ist unerklärlich“, erklärt FPÖ Landespartei- und Klubobmann Udo Landbauer. Die FPÖ NÖ erwarte sich bei der kommenden Sondersitzung im Landtag am 9. Dezember ein Einlenken des ÖVP-Sportlandesrates. „Es gibt nur eine Lösung und die heißt: Ötscherlifte aufsperren! Die Skiregion Lackenhof muss erhalten bleiben“, betont Landbauer.

Pläne von Landesrat Danninger für Lackenhof:

https://www.tips.at/nachrichten/scheibbs/wirtschaft-politik/552335-muessen-neue-wege-beschreiten-land-verspricht-drei-millionen-euro-fuer-lackenhof

Ursprünglicher Artikel zum Aus der Ötscherlifte:

https://www.tips.at/nachrichten/scheibbs/wirtschaft-politik/552127-oetscherlifte-stehen-vor-dem-aus


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden