220-kv-Leitung wird erneuert – Abbau der Masten in Schiedlberg läuft
SCHIEDLBERG. Mehr als 400 Hochspannungsmasten sollen zwischen St. Peter am Hart und Ernsthofen in Teile zersägt, entsorgt und durch neue ersetzt werden. Derzeit sind die Fachkräfte bei den Arbeiten im Gemeindegebiet von Schiedlberg zu beobachten.

Die 220 kv-Leitung, die auch durch den Schiedlberger Ortsteil Matzelsdorf führt, wurde während des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1941 – vermutlich durch Adolf Hitler - errichtet und wird jetzt generalsaniert. Das Projekt kostet rund 110 Millionen Euro.
Verzögerter Baubeginn
Die Leitung ist eine wichtige Versorgungsstrecke im oö. Stromnetz. Rund 250.000 Haushalte und 50.000 Betriebe werden von ihr mit Strom beliefert. Die Sanierung einzelner Bauteile wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll. Deshalb hat sich die APG (Austrian Power Grid) zu einem Neubau entschlossen. Mit der kompletten Demontage der Masten wurde jetzt - nach einer einjährigen Verzögerung durch diverse Einsprüche (Naturschutz, Landwirte) - begonnen.
Weniger Masten
An der Länge der Leitung (111 Kilometer) gibt es keine größeren Veränderungen, in Abstimmung mit den Grundeigentümern können jedoch sechs Masten eingespart werden. Insgesamt werden ab dem Innviertel bis Niederösterreich 433 Stück benötigt.
Hubschrauber-Einsatz
Die Sanierung soll in zwei Etappen durchgeführt werden. Der zweite Abschnitt umfasst den Bereich von Weibern bis zum Umspannwerk Ernsthofen, wo derzeit im Raum Schiedlberg die spektakulären Arbeiten durchgeführt werden. In der kommenden Woche soll ein Hubschrauber zum Abtransport von Masten-Teilen im Einsatz sein.


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