Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

SCHLIERBACH/BEZIRK. Mit Anfang November sind auch in Schlierbach Flüchtlinge angekommen. Laut Informationen der Gemeinde wurden insgesamt 45 Plätze bewilligt, in einem ersten Koordinations-treffen wurde die Unterstützung durch engagierte Freiwillige bereits strukturiert.

Bei einem ersten Vernetzungstreffen wurde über Möglichkeiten des Engagements informiert. Foto: Gemeinde Schlierbach

Eine Familie – Eltern mit zwei Kindern – aus Afghanistan ist in Schlierbach privat untergebracht. Bürgermeisterin Katharina Seebacher erklärt: „Der Sohn besucht bereits die NMS in Wartberg und die Tochter die Kreativvolksschule Schlierbach.“Im Haus Kremsstraße 2 wohnen seit 4. November 24 Flüchtlinge. Hier sind zurzeit sechs Familien mit Kindern im Alter zwischen einem und 13 Jahren untergebracht. Sie stammen aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak.

Der Quartiergeber – das Haus wird nicht von Gemeinde oder Caritas, sondern privat vermietet – hat zwei Mitarbeiterinnen angestellt, um die Betreuung zu garantieren. Katharina Seebacher ergänzt: „In einigen Wochen werden noch weitere Asylwerber erwartet, da 45 Plätze bewilligt wurden.“ Wer sich engagieren möchte, kann sich am Gemeindeamt Schlierbach (Theresa Ebner 07582/81255-25) in die Freiwilligenliste eintragen lassen.

Hilfe strukturieren

In einem ersten Koordinations-treffen wurde die Unterstützung durch engagierte Freiwillige strukturiert, um Hilfe ganz konkret dort ankommen zu lassen, wo und wie sie gebraucht wird. Die Gemeinde wird auch weiterhin die freiwillige Hilfe tatkräftig unterstützen. Eine Wohnung für einen Asylwerber aus dem Caritas-Gästehaus Wartberg, der bereits einen positiven Asylbescheid hat, wurde vom Stift Schlierbach zur Verfügung gestellt.

Bezirkshauptmann Dieter Goppold weist im Tips-Gespräch daraufhin, dass die Aufnahmequote von 1,5 Prozent der Wohnbevölkerung auch im Bezirk Kirchdorf noch lange nicht erfüllt ist. Quartiere für rund 834 Flüchtlinge würde diese Quote auf den Bezirk umgelegt bedeuten. „In Nußbach werden bald 20 Flüchtlinge ihre Unterkunft finden und in Molln sowie Windischgarsten sind ebenfalls Unterkünfte in Planung.“Und Goppold weist auch daraufhin, dass im Bezirk mehrere Gemeinden noch keine Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben. Wichtig seien Integrationsvernetzungstreffen. Denn gerade das Thema Integration sei in Zukunft verstärkt in Angriff zu nehmen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden