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Unmut über Raser im Schlüßlberger Gemeindegebiet: Nun werden erste Maßnahmen gesetzt

Sabrina Lang, 23.10.2018 17:44

SCHLÜSSLBERG. Eine lange, gerade Straße verbindet die Ortschaften Rosenau-Kehrbach und Straßfeld in der Gemeinde Schlüßlberg. Autofahrer vergessen in diesem Abschnitt nicht selten auf den Tacho zu achten. Die vorgeschriebene 50er-Beschränkung werde laut Anrainerbeschwerden kaum eingehalten. Dazu komme laut aufgedrehte Musik. Diese Raserei im Ortsgebiet sorgt bei Anrainern für Unmut und Ärger. Die ÖVP setzt nun erste Maßnahmen.

  1 / 2   Hedwig Rauch, Hermann Neuwirth, Matthias Rauch, Alexander Wiesinger-Mayr und Walter Wimmer von der ÖVP Schlüßlberg wollen Bewusstsein bilden.

Starke Lärmbelästigung, ein Verkehrsrisiko und vor allem eine Gefahr für Kinder am Schulweg stellen Autofahrer in Schlüßlberg dar, die mit überhöhter Geschwindigkeit durchs Ortsgebiet rasen. Konkret geht es um die lange Gerade zwischen den Ortschaften Rosenau-Kehrbach und Straßfeld. Die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h werde hier oft ignoriert, so die Klagen von Anrainern. Eine ausgestellte Tempoanzeige half laut einem Bewohner, der anonym bleiben möchte, nichts, im Gegenteil: „Die Geschwindigkeitsanzeige bringt nichts, es wird eher dazu genützt, die Geschwindigkeit des eigenen Fahrzeugs, besonders von Mopeds, auszutesten. Ein rücksichtsloser Raser brachte es einmal sogar auf Tempo 112 km/h laut Anzeigetafel“ beklagt der Anrainer.

Maßnahme gegen Temposünder

In einem ersten Bürgerforum, organisiert von der ÖVP-Ortsgruppe, konnten Schlüßlberger ihre Anliegen und Wünsche bei der Gemeinde deponieren. Dabei kam auch das Raser-Problem zur Sprache. Um diesem entgegenzuwirken setzt die ÖVP erste Maßnahmen und will mit auffälligen Schildern entlang der Landesstraße mehr Bewusstsein für Autofahrer schaffen Tempo 50 einzuhalten. „Damit soll den Autofahrern die 50km/h Beschränkung bewusst werden. Diese Aktion soll eine erste Maßnahme sein um eine dauerhafte Verbesserung für die Schlüßlberger zu erreichen“, erklärt ÖVP-Fraktionsobfrau Hedwig Rauch. An die Autofahrer anderer Gemeinden, die täglich diese Straße benützen, appelliert die ÖVP Schlüßlberg: Diese müssen Rücksicht auf die Anrainer nehmen und Geschwindigkeitsbeschränkungen im Sinne der Schlüßlberger einhalten. Aber nicht nur die überhöhten Geschwindigkeiten in Straßfeld-Rosenau würden ein Problem darstellen, auch im Zentrum werde zu schnell gefahren. Dort gilt Tempo 30. Diese Beschränkung wurde unübersehbar auf die Straße markiert, jedoch werde nach wie vor teils deutlich zu schnell gefahren. Das Problem sei, dass diese Straße oft als Durchzugsstraße genützt wird, um Zeiteinsparungen, meist am Weg von oder in die Arbeit, zu machen. Dieser Durchzugsverkehr betrifft sowohl die Ortsdurchfahrt Schlüßlberg von der B137 auf die Landesstraße als auch die untere Zufahrt Ortschaft Au direkt von der B137 zum Handelspark. Auch hierfür müssten laut der ÖVP in Zukunft Lösungen gefunden werden.

 

Problem bekannt

Das Thema über zu schnelle Autofahrer im Ortsgebiet ist in der Gemeinde bekannt. Laut Bürgermeister Klaus Höllerl (SPÖ) werden von der Polizei seit einem Jahr bereits mehrmals Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, die Anzahl der Geschwindigkeitsübertretungen fiel hier jedoch gering aus. Bei einer Kontrolle wurden in eineinhalb Stunden 68 Messungen durchgeführt, davon drei Übertretungen. Bei einer zweiten Messung fuhr von 37 Autofahrern einer zu schnell. „Natürlich gibt es einige Verkehrsteilnehmer, die mit 80 oder 90 Km/h durch die Ortschaft fahren, diese Raser in den Griff zu bekommen ist allerdings eine Sisyphusarbeit“, meint Höllerl. Vor einigen Jahren konnte man auf diesem Straßenabschnitt noch 100 km/h fahren bis schließlich Tempo 50 durchgesetzt wurde. „Leider halten sich aber viele Autofahrer nicht an die Begrenzung“, meint der Bürgermeister und versichert, dass die Gemeinde bereits in engem Kontakt mit Polizei, Bezirkshauptmannschaft steht um dem Problem entgegenzuwirken.

Radargerät derzeit nicht angedacht

Von Seiten der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen heißt es, dass die Daten der über einjährigen Geschwindigkeitsüberwachung die vollständigen Zahlen bis spätestens Ende Oktober der Behörde vorliegen. Auf Basis dieser Überwachungsverzeichnisses werden weitere Maßnahmen getroffen. Die Installation eines Radargerätes als Abhilfe sei allerdings laut Behörde derzeit nicht angedacht. Die Errichtung eines Radars könne nur veranlasst werden, wenn es aus verkehrssicherheitstechnischer Sicht keine andere Möglichkeit gibt, Übertretungen zu unterbinden.


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