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Gewerkschaftsschüler wollen Kinderbetreuung über Generationen denken und Gemeinschaft stärken

Sabrina Lang, 26.04.2019 14:07

SCHLÜSSLBERG/GRIESKIRCHEN. Mit ihrem Projekt an der Gewerkschaftsschule wollen sieben Männer Generationen verbinden und soziale Strukturen festigen. Konkret geht es um eine Form von Leih-Omas für Kinderbetreuung und Stärkung der Gemeinschaft im Ort.

Die Projektmitarbeiter (hinten, v.l.): Andreas Auzinger, Jürgen Jungwirth, Klaus Petermandl, vorne v.l.: Siegfried Heitzinger, Manfred Dibiasi und Peter HeilingerFoto: privat

Kinderbetreuung im ländlichen Raum – nicht selten stoßen berufstätige Eltern bei diesem Thema an ihre Grenzen. Jürgen Jungwirth aus Grieskirchen und seine Kollegen aus der Gewerkschaftsschule wollen mit ihrem Projekt diesem Problem entgegenwirken und damit auch die Landflucht eindämmen. Das Projektteam kann sich dabei ein Leih-Oma-System vorstellen, bei dem die pädagogische Betreuung der Kleinen dennoch sichergestellt ist.

 

Von Spielenachmittag bis Kuchen backen

„Dieses Projekt könnte so ähnlich ablaufen wie die Kinderwerkstatt in Grieskirchen, wo ich mein Kind stundenweise betreuen lassen kann. Anschließend an unser Projekt könnten aktive Mitbürger es fortführen und mehrmals in der Woche gemeinsame Aktivitäten setzen, wie z.B. Spielenachmittag, Lesestunde, Handarbeit, Kuchen backen“, erklärt Projektleiter Jungwirth. Eltern sowie ältere Menschen könnten profitieren, sind sich die Projektmitarbeiter sicher. „Eltern könnten Tätigkeiten ohne Kinder ausführen wie Einkaufen oder Arztbesuche. Die Älteren könnten davon profitieren, dass für sie mit eingekauft wird. Zusätzlich hilft den Älteren der Umgang mit den Kindern, wieder fitter und aktiver zu werden oder bleiben. Die Kinder lernen den sozialen Umgang sowie evtl. frühere Bräuche von den älteren Menschen wieder. Der Austausch zwischen den Generationen ist eine Medizin, sowohl für die Senioren als auch für die Kinder“, so Jungwirth.

Zusammenhalt fördern

Das Ziel des Projekts ist klar: Man will die Gemeinschaft zu den Generationen stärken, um der Landflucht entgegenzuwirken. „Es soll keine Konkurrenz zu Kindergarten und Hort sein, nur gibt es diese Einrichtungen nicht überall in den ländlichen Gemeinden. Es könnte auch den einen oder anderen Arbeitsplatz schaffen, wenn ein geregelter Ablauf stattfindet und eine Betreuungskraft benötigt wird“, so Jungwirth abschließend.

Informations-Tag

Unterstützt wird das Projekt von Schlüßlbergs Bürgermeister Klaus Höllerl (SPÖ): „Immer mehr Eltern bekommen vor allem in den Ferien Probleme mit der Kinderbetreuung. Oft müssten sich die Elternteile die Urlaube aufteilen und schaffen es kaum mehr, gemeinsam zu Hause zu bleiben. Wenn sich Eltern und Pensionisten hier austauschen können, wäre das eine Win-Win-Situation für beide. Daher unterstütze ich dieses Projekt der Gewerkschaftsschule gerne.“ Erste Informationen zum Projekt soll es am Guglhupfsonntag in der Gemeinde Schlüßlberg geben.

Bürgerinfo zum Projekt

Sonntag, 28. April

nach der Heiligen Messe am Marktplatz Schlüßlberg


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