Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Hochwasserschutz für die Gemeinden Schlüßlberg und Bad Schallerbach fertiggestellt

Sabrina Lang, 30.07.2019 11:21

SCHLÜSSLBERG/BAD SCHALLERBACH. Die Menschen in den Gemeinden Schlüßlberg und Bad Schallerbach haben mit dem Hochwasserschutz Gebersdorferbach ein Stück mehr Sicherheit erhalten. Das Vorzeigeprojekt wurde nun feierlich eröffnet.  

  1 / 2   v.l.: Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft beim Land OÖ Thomas Kibler, Bürgermeister und Obmann Karl Furthmair (St. Georgen bei Grieskirchen und Wasserverband Trattnachtal), Bürgermeister Klaus Höllerl (Schlüßlberg), Landesrätin Birgit Gerstorfer, Landesrat Wolfgang Klinger, Bundesministerin Maria Patek, Bundesrätin Doris Schulz in Vertretung des Landeshauptmannes Thomas Stelzer, Bürgermeister Gerhard Baumgartner (Bad Schallerbach) und Gewässerbezirksleiter Josef MaderFotos: Land OÖ/Ernst Grilnberger

„Wir wollen in Österreich lebenswerte und sichere Regionen schaffen. Mit dem Hochwasserschutz Gebersdorferbach sind wir diesem Ziel gemeinsam mit dem Land Oberösterreich, den Gemeinden und dem Wasserverband Trattnachtal ein großes Stück nähergekommen. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus hat rund die Hälfte der Kosten für diese Hochwasser-Projekte übernommen und 2,8 Millionen Euro in den Schutz der Bevölkerung im Trattnachtal investiert“, erklärt Bundesministerin Maria Patek bei der Eröffnung.

Hochwasserkatastrophen sind Vergangenheit

Durch den Hochwasserschutz Gebersdorferbach werden zukünftig die Hochwasserspitzen am Gebersdorferbach zurückgehalten. Gemeinsam mit den Hochwasserrückhaltebecken Leithen an der Trattnach, Stillbach am Stillbach und Innernsee am Rottenbach ist der Hochwasserschutz Gebersdorferbach das Herzstück eines umfassenden Hochwassermanagements für das Trattnachtal. Katastrophale Hochwässer wie im Juni 2009 und 2012 sollen nun am Gebersdorferbach in Schlüßlberg und Bad Schallerbach der Vergangenheit angehören.

 Projekt „Hochwasserschutz Gebersdorferbach“

Der Hochwasserschutz Gebersdorferbach besteht aus zwei auf einander abgestimmte Hochwasserrückhaltebecken in den Ortschaften Margarethen und Aigendorf und weiteren kleineren Hochwasserschutzanlagen. 157.000 Kubikmeter Wasser können hier bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis auf einer Fläche von rund 7,2 Hektar zurückgehalten werden. Der Abfluss aus den Rückhaltebecken wird gedrosselt in die Gewässer abgegeben. So könnte Hochwasserwellen abgefangen und der Schutz vor Überflutungen für die Unterlieger gewährleistet werden. Auch ökologische Verbesserungen wie die Durchgängigkeit für Gewässerorganismen seien mit diesem Hochwasserschutzprojekt umgesetzt worden, der Lebensraum Gewässer somit für die Menschen und die Natur aufgewertet.

Schutz für 91 Objekte

„Durch die nun fertig gestellten Anlagen werden nicht nur 91 Wohn- und Wirtschaftsobjekte, sondern auch wichtige Infrastruktureinrichtungen wie zum Beispiel die Grieskirchner Landesstraße und die Bahnstrecke Wels-Passau geschützt“, so Landesrat Wolfgang Klinger, der seit Juni auch für die Agenden der Wasserwirtschaft in Oberösterreich zuständig ist. St. Georgens Bürgermeister Karl Furthmair, gleichzeitig Obmann des Wasserverbandes Trattnachtal, lobte das gute Einvernehmen mit den unmittelbar betroffenen Anrainerinnen und Anrainern. Denn dies sei unbedingt erforderlich, um ein solches Hochwasserschutzprojekt erfolgreich umzusetzen.

Finanzierung

Die Baukosten für den Hochwasserschutz Gebersdorferbach betrugen in 5,94 Millionen Euro. Beinahe die Hälfte davon (47 Prozent) konnte aus Mitteln des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus und 40 Prozent aus Mitteln des Landes Oberösterreich finanziert werden. Rund 800.000 Euro wurden vom Projektträger, dem Wasserverband Trattnachtal und hier vorwiegend von seinen Mitgliedsgemeinden Schlüßlberg und Bad Schallerbach, übernommen.

In Oberösterreich wurden im Jahr 2018 in den Hochwasserschutz an der Donau, an Bundesflüssen und an sonstigen Gewässern (also auch an Wasserstraßen) insgesamt 48,5 Millionen Euro investiert. Landesmittel in Höhe von 18,5 Millionen Euro wurden dafür eingesetzt.

Rückhaltebecken Margarethen:

Einzugsgebiet: 4,5 km²

max. Ablauf bei HQ100: 6,5 m³/s

Beckenvolumen bei HQ100: 102.000 m³

Dammlänge: 204 m

max. Dammhöhe: 8,1 m

Rückhaltebecken Aigendorf:

Einzugsgebiet: 8,5 km²

max. Ablauf bei HQ100: 11,5 m³/s

Beckenvolumen bei HQ100: 55.000 m³

Dammlänge: 161 m

max. Dammhöhe: 6,5 m


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden