
SCHWANENSTADT. Im dritten Abo-Konzert Schwanenstadt spielte Tamas Varga - Solocellist der Wiener Philharomiker und des Staatsopernorchesters - in der evangelischen Kirche die Suiten für Cello solo I in G-Dur BWV 1007 und II in d-moll BWV 1008 von Johann Sebastian Bach sowie Werke von György Ligeti und Jaques Ibert. “Die sechs Suiten für Cello solo sind die Quintessenz aller Werke von Johann Sebastian Bach - und Bach ist die Quintessenz aller Musik.“ (Pablo Casals) Diese Suiten sind in der üblichen Satzanordnung der (Frobergerschen) Suite: Allemande, Courante, Sarabande, Menuet I-II und Gigue komponiert und werden von einem gelösten Prelude eingeleitet; die Polyphonie tritt zugunsten einer reich mit Figuration und Akkordbrechung durchsetzten melodischen Schreibweise zurück. Tamas Varga (IPAD-Anwender) - Kantilenenkünstler mit reichhaltiger Klanggestaltung - interpretierte Bach mit virtuoser Billanz, rhythmischer Raffinesse und enormer Expressivität: Faszinierend durchdachte Bravour verband sich mit abgeklärter Schlichtheit zu einem Bach-Erlebnis erster Klasse. Zwischen den beiden Bach-Suiten erklangen die Kompositionen von Ligeti und Ibert in hervorragender Interpretation. (von Fred Androsch)


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