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In seinem Roman Witiko beschreibt Adalbert Stifter den Böhmerwald so:

Der Böhmerwald war Adalbert Stifters Heimat und Schauplatz vieler seiner Werke.
Der Böhmerwald war Adalbert Stifters Heimat und Schauplatz vieler seiner Werke.

Wo das Land stufenweise anzusteigen beginnt, liegt jener Wald, der Böhmerwald heißt. Er besteht aus Halden, langgestreckten Rücken, Kesseln und Tälern. Er ist, je höher man hinauf kommt, von allerlei Bäumen bewachsen und von klaren Bächen durchsetzt. Der Wald birgt im Arber, im Lusen, Blöckenstein und Dreisesselberg seine höchsten Berge. Der Böhmerwald trägt in seinen Niederungen vornehmlich Buchen. Hierauf beginnt das Reich der Tanne und mit ihr der Nadelwald. Von den Bergeshöhen sieht man in das Tal der Moldau hinein, die sich in vielen Windungen im moorigen Talgrund dahinschlängelt. Der Wald fällt zum Fluss in dichten Wogen hinunter und in das Land Böhmen hinein. Die letzten Wälder enden mit dem Namen Blansko vor einem ebenen Talbecken, in dem die Stadt Budweis liegt. Hier wechseln Felder, Wiesen und Ortschaften ab.

Gegen die Mitte hin wird der ungeheure Waldwuchs vom Blöckenstein, Schöneben und Schlosswald gekrönt. Die Moldau bewegt sich zu Füssen der Berge. Sie ist ganz im böhmischen Land und ist die Pracht des Böhmerwaldes. Sie fließt im Tal des großen Waldes sehr langsam. Unterhalb des Jesuitenwaldes streift sie die Kienberge. Nach ihnen begegnet sie dem Fels der Teufelsmauer und umgeht die schönsten Waldhöhen ehe sie ihre Richtung ändert und den Böhmerwald verlässt. Sie fließt nun schneller als im moorigen Tal des oberen Waldes. Die Berge ihres Tallaufes verlieren an Höhe und begegnet manch felsigem Bergvorsprung, den sie umgeht ehe sie den Blansko erreicht. Nun ist sie im weiten Talgrund, wo auch Budweis liegt. Die bedeutendsten Orte, denen die Moldau bisher begegnet ist, sind Friedberg, Oberplan, Hohenfurt sowie Rosenberg und Krummau.

Verfasser:Fritz Winkler


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