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BÖHMERWALD. Mitte August wurde im Kürnbergerwald nahe Wilhering ein Luchs mittels Wildkamera fotografiert. Der Fellmustervergleich brachte jetzt den Nachweis, dass der Luchs aus dem tschechischen Böhmerwald kam.  

  1 / 2   Die Luchse der Böhmerwaldpopulation bilden eine wichtige Verbindung zwischen den Luchs-Vorkommen in den Karpaten und den Alpen.

Erstmals wurde „Ludek“ im März und April dieses Jahres in Sumava zwischen Cesky Krumlov und Prachatice nachgewiesen. Fünf Monate später tauchte das Tier eben in der Nähe von Linz auf. „Es ist eine beachtliche Strecke, die dieser Luchs zurückgelegt hat – quer durch Südböhmen und das Mühlviertel und schließlich hat er auch noch die Donau überwunden“, sagt Thomas Engleder vom Luchsprojekt Österreich Nordwest. „Es zeigt einmal mehr, dass Luchse auf der Suche nach neuen Lebensräumen weit umherkommen und grüne Infrastruktur, wie Wildtierkorridore und Wildtier-Querungsmöglichkeiten besonders wichtig sind.“

Die Identifizierung war durch die akribische Arbeit der tschechischen und österreichischen Luchsforscher möglich. Die Forscher gehen davon aus, dass es sich um ein junges Männchen handelt. Die böhmisch-bayerisch-österreichische Luchpopulation im Böhmerwald erstreckt sich von der Oberpfalz bis in die Wachau und zählt 60 bis 80 selbständige Tiere. Zu wenig für ein nachhaltiges Überleben, zeigt der Haslacher auf: „Es braucht verteilt auf das ganze Gebiet vor allem mehr besser geschützte Teilräume, wo Luchsinnen ihre Jungen erfolgreich groß ziehen können.“


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