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Rückhaltebecken und mehr...Schwertberg investiert bis 2022 rund vier Millionen Euro in den Hangwasserschutz

Markus Hochgatterer, 22.08.2018 07:10

SCHWERTBERG. Anfang August hat die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) mit der Vergrößerung des Rückhaltebeckens Poneggenbach begonnen.

Im Ortsteil Poneggen wird derzeit intensiv am Hangwasserschutz gearbeitet.
Im Ortsteil Poneggen wird derzeit intensiv am Hangwasserschutz gearbeitet.

Bis Mitte September soll der bestehende Schutzdamm in Poneggen um 1,41 Meter erhöht und der Durchfluss aus dem Staubereich weiter gedrosselt werden. „Durch diese Maßnahme kann künftig doppelt so viel Regenwasser im Einzugsbereich des Poneggenbaches rückgestaut werden.

Verbesserungen in Problemzone

Im Sommer 2016 ist das Becken zweimal übergelaufen, wodurch es entlang des Poneggenbaches, wie schon so oft in der Vergangenheit, zu schweren Überschwemmungen kam. Neben rund 80 Anrainern waren dabei auch stets die Firmen Praher und Hödlmayr betroffen“, erklärt Bürgermeister Max Oberleitner. Das 150.000 Euro-Projekt wird über den Hochwasserverband Aist abgewickelt und großteils von Bund und Land finanziert.

Projekt nochmals überarbeitet

Ursprünglich hätte das Rückhaltebecken um 9.000 m³ausgebaggert werden sollen, was fast dreimal so viel gekostet hätte. Oberleitner ist froh, dass das Projekt aufgrund der statischen Begutachtung der alten Staumauer optimiert werden konnte: „Wir mussten durch die Neuplanung allerdings eine zeitliche Verzögerung von rund einem halben Jahr hinnehmen.“ Gemeinsam mit Vizebürgermeister Karl Petermandl hat Oberleitner im Winter die Zustimmungserklärung aller Anrainer eingeholt, was sich als sehr arbeitsintensiv erwies, weil beide sehr viel Überzeugungsarbeit leisten mussten.

Das Projekt ist übrigens Voraussetzung für weitere geplante Retentionsmaßnahmen zum Schutz der Stelzhamerstraße. Die Einreich-Planung für das Rückhaltebecken hinter dem Anwesen der Familie Lesterl soll im Herbst fertig sein. Der Verlauf der Baustraße konnte bereits mit den Anrainern fixiert werden. Der Baubeginn für dieses Zusatzprojekt könnte bereits im Herbst 2019 erfolgen. Schwertberg nimmt den Schutz der Anrainer gegen das drohende Hangwässer sehr ernst und wird im Zeitraum 2016–2022 rund vier Millionen Euro in Maßnahmen wie den Ausbau des Poneggenbaches investieren.


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