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SCHWERTBERG. Der Schwertberger Unternehmer Gerhard Hinterkörner hat die Plattform „Movement 21“ ins Leben gerufen. Diese soll Unternehmer zu Denkanstößen inspirieren.

Das ewige Wachstum funktioniert nicht mehr - es braucht ein Umdenken. (Foto: halfpoint/ Shutterstock.com)

„Vor einem Jahr bin ich mit meiner Homepage online gegangen. Zuerst haben ich die Unternehmer im Bezirk Perg kontaktiert. Das waren meine Multiplikatoren und die haben die Plattform durch Mundpropaganda weiter verbreitet. Jetzt, ein Jahr später, habe ich 250 ‚Mover‘ (Anm. Mitglieder)“, sagt Hinterkörner, der Gründer und frühere Geschäftsführer von Tante Fanny.

Kräfte bündeln

Das Movement 21 gliedert sich in drei Bereiche: Free Mover, First Mover und Partnerbetriebe mit individuellen Packages. Erstere können kostenlos die Beiträge lesen und sich so Denkanstöße holen. Der First Mover bekommt gegen eine geringe Jahresgebühr auch Einladungen zu Events und Videokonferenzen. „Die Plattform ist also wie eine Bar. Man kann sich an Themen bedienen, muss aber nicht“, betont Hinterkörner.

Die Hauptzielgruppe sind Unternehmer. Aber eigentlich werden Freigeister angesprochen, die offen für neue Ideen sind, was bewegen und bewirken wollen. „Es ist ein ‚neues Mindset‘ für eine neue Generation“, wie der Schwertberger erklärt. Er ist der Ansicht, dass das Prinzip von höher, schneller weiter nicht mehr lange funktioniert. Für ihn muss ein Umdenken her. „Viele sehen das genauso aber nicht jeder. Auch traditionelle Ansichten sind okay und daher polarisiert die Plattform auch. Und auch wenn es eigenartig klingt, aber auch Corona hat etwas in das Konto eingezahlt. Es ist ein digitales Geschäftsmodell und durch die Krise haben wir einen digitalen Arschtritt bekommmen. In der ersten Lockdown-Woche wurden Videokonferenzen abgehalten, weil viele Mitglieder mit ihren Firmen auf null gestellt waren und Unterstützung benötigten. Es gab Firmen ohne Webstore und andere Mitglieder haben hier bei der Umsetzung geholfen. Eine Win-Win Situation für alle“, sagt Hinterkörner voller Freude.

Für das Gemeinwohl handeln

„Die Frage ist auch, was kann ich für die Gesellschaft tun? Der wirtschaftliche Aspekt kommt dann von selbst. Etwa habe ich ein Mitglied - einen Konditor - aus dem Waldviertel, der mit seinen Mitarbeitern Wälder aufforstet. Der Borkenkäfer macht die Wälder kaputt und die Waldbesitzer haben keine Kapazitäten den Wald aufzuforsten. Der Konditor bietet hier Hilfe und verlegt sein Firmenevent ins Grüne. Er trägt mit dieser Aktion zum Gemeinwohl bei und seinem Unternehmen hilft es bei der Co2-Bilanz,“ sagt Hinterkörner. Es geht also um eine konkrete und rasche Unterstützung und um den Austausch, der zu anderen Denkweisen führen soll. „Denn in einer Neupositionierung steckt viel Chance!“, so Hinterkörner abschließend.

Der Link zur Plattform:

https://www.movement21.at/


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