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SEEWALCHEN. Wenige Wochen nach seinem Antritt löst Alfred Weidinger, Geschäftsführer der OÖ Landes-Kultur GmbH, mit dieser Ausstellung eines seiner zentralen Versprechen ein. Das Museum kommt zu den Menschen und ist im ganzen Bundesland präsent.

Außenansicht der Container-Ausstellung „Die geheimnisvolle Litzlbergerin“ am Strandbad-Parkplatz in SeewalchenFoto: Michael Maritsch - www.maritsch.com

Am Parkplatz zum Strandbad Seewalchen werden in fünf Containern ausgewählte Stücke aus dem spektakulären Fund, der bei Grabungsarbeiten in Litzlberg zu Tage gekommen ist, gezeigt. Zu sehen gibt es ein Fragment des Metallsarges und ein Stück des inneren Holzsarges sowie die metallene Grabtafel mit Inschrift, die die Verstorbene als Anna Engl von Wagrain identifiziert. Sie hatte mit ihrem Ehemann Simon in Schloss Litzlberg gewohnt und war 1620 verstorben. Der Fundort steht in Zusammenhang mit dem evangelischen Predigthauses, das zwischen 1615 und etwa 1656 an dieser Stelle stand.

Kleider sehr gut erhalten

Herausragend an dem Fund ist der exzellente Erhaltungszustand der Kleider von Anna Engl. Das spezielle Mikroklima in dem verschlossenen Sarg ließ die Textilien und Schuhe 400 Jahre nahezu unbeschädigt überstehen. Viele Fakten zu dem Fund konnten bereits herausgefunden werden, es gibt aber auch noch unzählige unbeantwortete Fragen. Die Container-Ausstellung zeigt die wissenschaftliche Forschung, die in Museen normalerweise hinter den Kulissen passiert als „Work-in-Progress“.

Erklärungen per Video

Die Ausstellung ist von 21. Mai bis 21. Juni beim Parkplatz des Strandbades in Seewalchen bei freiem Eintritt zu sehen. Kulturvermittler der OÖ Landes-Kultur GmbH stehen täglich von 9-11 und von 16-18 Uhr per Video zur Verfügung, um Fragen zu beantworten.


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