Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

SEITENSTETTEN. Am vergangenen Wochenende fand der Kongress „Seitenstetten III“ für eine nachhaltige Geldordnung im Bildungszentrum St. Benedikt statt.

Diskussionen fanden auch im großen Kreis statt. Foto: Margarethe Gruber
  1 / 3   Diskussionen fanden auch im großen Kreis statt. Foto: Margarethe Gruber

Von 12. bis 14. Mai trafen sich in Seitenstetten Experten für alternative Geldkonzepte mit Vertretern von Friedensinitiativen, ökologischen und sozialen Bewegungen und interessierten Einzelpersonen, um gemeinsam Wege für eine nachhaltige Geldordnung zu suchen.Helga Kromp-Kolb von der Universität für Bodenkultur Wien stellte Bemühungen um das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele vor und unterstrich: „Ein Wirtschaftssystem, das wachsen muss, kann nicht nachhaltig sein! Derzeit werden soziale und ökologische Grenzen verdrängt.“

Wie Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können

Zur Frage, wie man Energien zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele bündeln könne, ermutigte Altbürgermeister Karl Sieghartsleitner von Steinbach/Steyr mit seinen Erfahrungen vom überparteilichem Miteinander in seiner Gemeinde. Es gehe um einen Lernprozess und um Einsicht. Man brauche Ziele. Wenn Konflikt herrscht, kann nichts erreicht werden, weil die Kreativität fehle. Ingrid Hinterleitner von ATTAC Mostviertel-West bekräftigte diese Erfahrung.

Selbst ein Studium lässt wichtige Fragen offen

Gerhard Zwingler vom Nets.werk Steyr hat nach erschütternden Erlebnissen in Brasilien Volkswirtschaftslehre studiert, blieb damit aber ohne Antworten auf seine Fragen nach einem nachhaltigen Wirtschaftssystem. Aber ähnlich wie Tobias Plettenbacher mit „Wirgemeinsam“, fand er nun seinen eigenen Weg, um neue Möglichkeiten für eine zukunftsfähige Wirtschaft zu unterstützen. Über das Zitat von Anne Frank „Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu verändern“ dachten Günter Hoppenberger (Geldphilosoph), Peter König (Geldforscher aus England, dzt. Schweiz), Helmo Pape (ehem. Banker), Ingrid Hinterleitner (Gewaltfreie Kommunikation) und Walter Steindl (Emmaus St. Pölten) nach.

Die Möglichkeiten einer nachhaltigen Geldordnung

Über verschiedene Möglichkeiten einer nachhaltigen Geldordnung referierten Kathrin Latsch (MONNETA Hamburg), Gerhard Senft (Wirtschaftsuniversität Wien), Marianne Schallhas (Arbeitsgemeinschaft Gerecht Wirtschaften) und Richard Werner (Universität Southampton). Das „Vollgeldkonzept – Geldschöpfung als Privileg des Staates“ wurde von Raimund Dietz, (Monetative A), Thomas Betz (Monetative D) und Ewald Kornmann (Vollgeld Schweiz) vorgestellt.

Über Strategien für eine nachhaltige Weltwirtschaftsordnung referierten Heinrich Wohlmeyer, Richard Werner und Gerhard Zwingler.Thema des zweiten Abends waren Strategien zur Überwindung von Resignation und Depression in Politik und Gesellschaft.

Podiumsdiskussion und Arbeit in Kleingruppen

Am Podium sprachen Anna Rohrhofer (Altbäuerin St. Peter/ Au), der es am Ende des zweiten Weltkrieges zusammen mit ihrer Schwester gelungen ist 23 Juden zu verstecken, Gottfried Höbinger (Psychiater und Neurologe), Karl Langer (Emmausgemeinschaft St. Pölten) und Josefa Maurer (Arge Gerecht Wirtschaften).

„Da es genügend Raum für persönliche Begegnungen, Gespräche in Kleingruppen und einen Runden Tisch für Experten gab, konnten überaus hoffnungsvolle Entscheidungen getroffen werden. Die Freude am gelungenen Miteinander, die Tatsache, dass jeder gesunde Mensch gerne einen Beitrag für die Gesellschaft leistet und guter Wille jedem Menschen zugetraut werden kann, wenn Angst und Irrtum durch Mut und mehr Wissen überwunden werden, lässt eine neue Wirklichkeit erhoffen“, erklärt Organisatorin Josefa Maurer optimistisch.

Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluss

Krönender Abschluss war ein ökumenischer Gottesdienst mit Altabt Berthold Heigl, Pastorin Nina Krämer aus Linz und dem Evang. Pfarrer Christoph Körner aus Berlin. Veranstaltet wurde der Kongress von der Initiative Zivilgesellschaft mit Obmann Alfred Strigl, Direktor vom Institut für Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur Wien.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Über 4.400 Anrufe beim NÖ Frauentelefon im Jahr 2025

Über 4.400 Anrufe beim NÖ Frauentelefon im Jahr 2025

NÖ. Das NÖ Frauentelefon soll Frauen in Krisen- und Gewaltsituationen auch während der Weihnachtsfeiertage eine niederschwellige Hilfe bieten. ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Amstettner Feuerwehrjugend verteilt Friedenslicht von Bethlehem

Amstettner Feuerwehrjugend verteilt Friedenslicht von Bethlehem

BEZIRK AMSTETTEN. In vielen Ortschaften des Bezirks Amstetten verteilen am 24. Dezember Feuerwehrjugendliche das Friedenslicht aus Bethlehem, ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Mostviertler Schülerinnen unterwegs in Wien

Mostviertler Schülerinnen unterwegs in Wien

MOSTVIERTEL. Schülerinnen der Fachschule für Sozialberufe Gleiß unternahmen gemeinsam mit ihrer Lehrerin einen Ausflug nach Wien. Ziel ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Aschbacher Krippe erstrahlt dank Schülerprojekt in neuem Glanz

Aschbacher Krippe erstrahlt dank Schülerprojekt in neuem Glanz

ASCHBACH-MARKT. Die 3A-Klasse der Mittelschule Aschbach-Markt hat in Kooperation mit dem Dorferneuerungsverein die Krippenfiguren erneuert, die ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Adventzauber im Caritas-Tageszentrum Seitenstetten

Adventzauber im Caritas-Tageszentrum Seitenstetten

SEITENSTETTEN. Die Besucher des Anfang Oktober neu eröffneten Caritas-Tageszentrums für ältere Menschen in Seitenstetten durften sich über ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
So feiert die Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu den Heiligen Abend

So feiert die Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu den Heiligen Abend

AMSTETTEN. In der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu laufen die Vorbereitungen auf den 24. Dezember auf Hochtouren.

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Weitere Beiträge