Freie Grundstücke sind in Senftenberg heiß begehrt
Senftenberg. Seit Februar 2015 steht Josef Ott an der Spitze des Rathauses. Im Gespräch mit Tips informiert der Bürgermeister über aktuelle Projekte und die Weiterentwicklung der Gemeinde.

Tips:Was sind aus Ihrer Sicht die Stärken von Senftenberg?
Ott: Der Wein, die unverbrauchte Natur und der Gesundheitstourismus sind für uns sehr wichtig. Wir haben erfolgreiche und kompetente Winzer, die weltweit einen guten Ruf genießen. Wir sind zwar kein Hotspot was den Tourismus betrifft, aber wer Ruhe genießen und gut essen und trinken möchte, ist bei uns an der richtigen Adresse.
Tips:Welche Projekte stehen derzeit in der Gemeinde an?
Ott: Wir stellen die Infrastruktur für den Neubau des Nuhr Medical Centers bereit. Hier müssen Wasser, Kanal und ein Straßenzug errichtet werden. Außerdem wird der Botental-Steg saniert. Ein großes Anliegen ist uns, Bauland zu leistbaren Preisen anzubieten. Daher werden wir den 39 Jahre alten Flächenwidmungsplan bis Sommer erneuern und dann auch den Bebauungsplan überarbeiten.
Tips:Ist Senftenberg denn ein begehrter Wohnort?
Ott: Die Nachfrage ist da, aber derzeit haben wir keine Grundstücke verfügbar. Durch unsere topografische Lage sind wir leider nicht gesegnet mit Bauland. Vor allem Priel ist sehr begehrt. Wir bemühen uns aber in allen Ortsteilen jede Möglichkeit zu nutzen.
Tips:Wie geht es der Wirtschaft?
Ott: Die Betriebe sind stabil, was wichtig für den Erhalt der Arbeitsplätze ist. Ein Supermarkt im Ort ist aufgrund der Nähe zu Krems und Gföhl jedoch momentan nicht realisierbar.
Tips:Und wie geht es der Gemeinde finanziell?
Ott: Leider nicht sehr gut. Das Hochwasser 2002 hat uns schwer getroffen, seither sind wir eine Sanierungsgemeinde. Wir hatten öffentliche Schäden von 1,43 Millionen Euro. Ohne das Hochwasser wäre unser Budget ausgeglichen. Wir versuchen den Spagat zwischen notwendigen Investitionen und Sparen zu schaffen.
Tips:Wie funktioniert die politische Zusammenarbeit?
Ott: Das Klima ist aus meiner Sicht sehr gut. Wir sind bemüht, in der Sachpolitik einen Konsens zu finden.


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