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WURZERALM/HINTERSTODER. Von Skipiste direkt ins Krankenhaus: In den bevorstehenden Semesterferien herrscht wieder Hochsaison in den Unfallambulanzen der heimischen Spitäler.

Robert Himmer (43) ist seit 2004 als „Pisten-Ersthelfer“ auf der Höss aktiv. Foto: Privat
  1 / 2   Robert Himmer (43) ist seit 2004 als „Pisten-Ersthelfer“ auf der Höss aktiv. Foto: Privat

Im Fall der Fälle auf der Piste zur Stelle sind Freiwillige Mitarbeiter des „Pisten-Rettungsdienstes“ in den Skigebieten Wurzeralm und Hinterstoder. Sie leisten notwendige Erste Hilfe vor Ort. Seit 2015 erhalten sie sowie das gesamte Betriebspersonal regelmäßige Erste-Hilfe-Schulungen vom Roten Kreuz Kirchdorf.

Weiße Skipisten, Pulverschnee, gut präparierte Hänge und die frische, kalte Winterluft machen die Abfahrten zum Genuss. Aber: Gleiten und carven auf heimischen Pisten kann aber schnell mal im Krankenhaus enden. Für den Fall der Fälle gerüstet sind Robert Himmer (43) und das Team des „Pisten-Rettungsdienstes“. Täglich sind er und seine Kollegen freiwillig als Ersthelfer auf Skiern im Einsatz. „Ich bin gerne in der Natur und möchte Menschen helfen“, meint Himmer. Seit 2004 ist der selbständige Fenster-, Türen- und Sonnenschutzberater aus Waldneukirchen beim „Pisten-Rettungsdienst“. Er weiß: Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Um in Notfällen richtig zu handeln, veranstaltet das Rote Kreuz Kirchdorf seit 2015 regelmäßige Erste-Hilfe-Schulungen mit dem Betriebspersonal der Hinterstoder Wurzeralm Bergbahnen AG. Am Lehrplan stehen Unfallszenarien, Einsatzübungen sowie das notwendige Know-how, um in Notfällen richtig zu handeln.

Tipps für Skifahrer 

Um Skiunfälle bestmöglich zu verhindern, gibt es einiges, das Hobbysportler selbst für ihre eigene Sicherheit tun können:

  • Wintersportler sollen die seit 1967 gültigen Verhaltensregeln für Skipisten des internationalen Skiverbandes (FIS) beachten. Tipps zum sicheren Verhalten auf Skipisten veröffentlicht regelmäßig auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).
  • Da jeder zehnte Pistenunfall mit einer Kopfverletzung endet, ist auch das Tragen eines Helms unerlässlich. In den meisten österreichischen Bundesländern herrscht Helmpflicht, zumindest für Kinder unter 15 Jahren. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) liegt die Helmtragequote bei Skifahrern bereits bei 94 Prozent.
  • Wichtig sind das Trockentraining für Anfänger sowie das Aufwärmen am Beginn eines Skitages und das Beachten des Lawinenlageberichtes. Skier und Snowboards sollten nicht direkt vom Keller auf die Piste wandern, sondern erst einem Check unterzogen werden.
  • Wenn man auf der Piste zu einem Unfall kommt, gilt es die Unfallstelle abzusichern. Je nach Gelände einfach in ausreichender Entfernung oberhalb der Unfallstelle Skier und Stöcke über Kreuz in den Schnee stecken. Dann den Verletzten so lagern, wie es für ihn am angenehmsten ist, seinen Helm abnehmen – und Hilfe holen. Die Rettung ist unter 144 erreichbar, die Bergrettung unter 140.

Da sich Unfälle trotz aller Vorsicht nicht immer verhindern lassen, rät das Rote Kreuz dazu, das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. „Ein Erste-Hilfe-Kurs gibt Sicherheit und lohnt sich zu 100 Prozent“, weiß Dr. Aichinger Walter, Präsident des OÖ. Roten Kreuzes. Unkomplizierte Online-Anmeldung und das komplette Erste-Hilfe-Kursangebot in ihrer Nähe unter www.erstehilfe.at.


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