Kunstspaziergang an den Tagen der offenen Ateliers

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Margarete Frühwirth, Leserartikel, 20.10.2019 18:13 Uhr

ST. GEORGEN AM WALDE. Zu einem Spaziergang durch die Welt der darstellenden Künste luden auch heuer wieder die Tage der offenen Ateliers.

Bereits zum dreizehnten Mal wurden am 19. und 20. Oktober Kunst-Rundgänge angeboten, die Einblicke in kreative Schaffensprozesse und neue Sichtweisen auf das zeitgenössische Kunstgeschehen ermöglichten. Der Kunstspaziergang von Tips führte dieses Jahr nach St. Georgen am Walde. Hier präsentierte Gerda Sengstbratl in ihrer Mühlviertel-Waldviertel Galerie MÜWA neben der Dauerausstellung mit Werken aus dem Nachlass des Art Brut Malers Senso gleich vier weitere Künstler: die beiden Maler Mohamed Ennagi und Osso, die Keramikkünstlerin Lena Rot sowie die Textilkünstlerin Erni Genswaider.

Quilts - Keramik - Malerei

Erni Genswaider beschäftigte sich mit Batik und Seidenmalerei, ehe sie sich der Herstellung von Quilts verschrieben hatte. Ein großer Quilt zum Thema „Heimat bist du großer Töchter“ wurde 2006 in Val d„Argent, Frankreich ausgestellt. Weitere Präsentationen folgten in Italien, Holland und Birmingham. Für ihre Quilts verwendet die Textilkünstlerin aus St. Georgen am Walde unterschiedliche Materialien: “Eines stellt den Yukon-River zu Zeiten des Goldrausches dar. Das Gold sind Reste meiner Goldhaube. Eisschollen, Treibholz und Wald sind im Rand zu finden, Saatstiche zeigen den Indian Summer.„

Antike, Flucht und Berber

Lena Rot alias Elena Stirn war Meisterschülerin von Professor Brandl an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Keramiken wirken antik, sie bezeichnet sie als Fake-Kunstgegenstände: “Unsere Wahrnehmung der antiken Kunst ist mit dem Verschwinden der Farben bedeutend verfälscht. Meine Keramiken provozieren den Betrachter durch Billig- und Trash-Ästhetik, die das Moderne widerspiegelt – um sofort zu behaupten, sie seien mehr als zweitausend Jahre alt.„ In den Bildern des kurdischen Künstlers Osso bekommt man Zugang zu seiner Sehnsucht nach Bewegungsfreiheit. Es ist eine Suche des aus Syrien geflohenen Malers, ein fast zum Bersten energiegeladenes Verharren, ein Finden in Farben und Formen. Trauer und Erstarrung finden ebenso Ausdruck wie poetische Ekstase und Lebensfreude. Osso lebt wie auch Lena Rot und der marokkanische Maler Mohamed Ennagi, der die traditionellen Maltechniken der Berber erlernte, in Wien.

 

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