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ST. GEORGEN/GUSEN. Der im vergangenen November gegründete Verein zur „Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen“ begann seine Arbeit am Freitag, 13. Jänner mit einem ersten Treffen und der Ausarbeitung verschiedener Themenbereiche.

  1 / 2   Bürgermeister Erich Wahl im Gespräch mit Christoph Freudenthaler (Verein"Plattform Johann Gruber")

Folgende Arbeitsgemeinschaften zu Themenbereichen wurden eingerichtet: Bevölkerung, Bildung, Wissenschaft/Kunst/Denkmalpflege, Nachnutzung und Erhaltung Gebäude/Plätze und Infrastruktur, Tourismus/Wirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation, Jugend, Finanzen/Sponsoring. „Es freut mich besonders, dass das Interesse der Bevölkerung von Anfang an so groß ist,“ betonte Bürgermeister Erich Wahl und hob ebenso die Bedeutung einer internationalen Beteiligung hervor: „Florian Musil, Attaché der Regierung Kataloniens, das Internationale Mauthausen Komitee, Sesto San Giovanni - die Partnerstadt von Langenstein, die Botschaft der Republik Polen sowie die Leader Region Strudengau-Perg haben ihre Teilnahme zugesagt .“

Symposium, Entwicklung Gedenkstätte und Gedenkwege

Das erste Menschenrechte-Symposium in der Region, das heuer vom 9. bis 12. November abgehalten wird, bildet einen vorrangigen Punkt in der Entwicklungsarbeit. „Unterstützt werden wir dabei von Wissenschaftern und internationalen Institutionen,“ sagt Andrea Wahl vom Büro der Bewusstseinsregion. Die Verbindung und Ergänzung der bestehenden Gedenkwege steht ebenso am Programm wie die die Entwicklung der Gedenkstätte „Bergkristall“. Die Arbeitsgemeinschaften treffen einander jeweils in den drei folgenden Monaten und werden beginnen, die Projekte auszuarbeiten. All jene, die an der Gestaltung von Ideen Interesse haben, sind eingeladen, bei den Aktivitäten mitzuwirken. Kontakt: andrea.wahl@bewusstseinsregion.at ; 0660 229 29 06.

INFO Themenbereiche

Arbeitsgemeinschaft Bevölkerung: Treffen der Bewohner der drei Gemeinden sollen regelmäßig stattfinden,ein Leitbild für die Region entwickelt werden. Die Befreiungsfeiern sollen unter Mitwirkung der Bevölkerung gestaltet und besucht werden. Erinnerungspaten sollen das Wissen und die Erfahrungen der Menschen weitergeben. Themenspezifische Rundgänge für die Bevölkerung werden entwickelt und angeboten. Runde Tische mit Besuchern der Gedenkorte, Überlebenden und ihren Nachkommen sollen entstehen, die Städtepartnerschaften der drei Gemeinden genutzt werden.

Arbeitsgemeinschaft Bildung: Die Schulen der Region, Perger Schulen und Bildungseinrichtungen sollen sich der Themen annehmen und Projekte entwickeln. In Gruppen, an Stammtischen sollen Gespräche geführt werden, zusätzliche Vermittler ausgebildet werden. Modelle der Bewusstseinsbildung, der gewaltfreien Kommunikation, sollen gestärkt werden.

Arbeitsgemeinschaft Wissenschaft, Kunst, Denkmalpflege: Einen Schwerpunkt soll dabei die Nachnutzung von verbliebenen Bauwerken und Räumen wie die Schleppbahntrasse, SS Baracken in Gusen oder das Stollensystem „Bergkristall“ bilden. Mittels Theater, Film, Ausstellungen sollen Themen aufbereitet und vermittelt werden.

Arbeitsgemeinschaft Nachnutzung und Erhaltung Gebäude, Plätze und Infrastruktur: Orte der Begegnung schaffen. Plätze der Stille sollen anregen, über Themen nachzudenken.

Arbeitsgemeinschaft Tourismus und Wirtschaft: Feste der Begegnung für Touristen und Einheimische. Geschichtliche Wanderungen. Vernetzung aller Ressourcen, Verbesserung von Verkehr und Infrastruktur.

Arbeitsgemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation: Positives Image durch professionelle Bewerbung der Region.

Arbeitsgemeinschaft Jugend: Entwicklung von Camps und Workshops.

Arbeitsgemeinschaft Finanzen und Sponsoring


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