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ST. GEORGEN. Bürgermeister Ferdinand Aigner bleibt doch im Amt bleiben. Kurz vor dem corona-bedingten Lockdown hatte er überraschend seinen Rücktritt erklärt gehabt.

Bürgermeister Ferdinand Aigner, der während des Lockdowns teilweise von einem Büro im Feuerwehrdepot aus arbeitete, bleibt im Amt. Foto: Ebner

„Ich habe aus gesundheitlichen Gründen meinen Rücktritt erklärt“, so Aigner. Seinen Entschluss hatte er auch den anderen Parteien und den Gemeindemitarbeitern bereits mitgeteilt. Mit der Corona-Krise, die zwar sehr fordernd war, ihn aber auch zum Nachdenken anregte, änderte der Ortschef seinen Entschluss. „Viele Leute haben mich angesprochen und gebeten, zu bleiben, das motiviert natürlich“, erzählt er. Somit wird er im Amt bleiben und auch zur Wahl wieder antreten. Eine Änderung wird Aigner versuchen, nämlich künftig weniger Termine durchzuführen.

Zahlreiche Projekte

Es werden weiterhin zahlreiche Projekte umgesetzt werden. „Bei uns gibt es gutes Einvernehmen zwischen allen Fraktionen“, ist Bürgermeister Aigner zufrieden. Beim Projekt Gewerbegebiet Mitterweg ist die Ansiedlung von acht Unternehmen bereits fixiert. „Eine Firma befindet sich derzeit noch in Verhandlung“, weiß der Ortschef. Somit wäre das Gewerbegebiet komplett ausgelastet.

Gebaut wird noch ein Linksabbieger von der Umfahrung, um auch die Zufahrt von größeren Fahrzeugen gewährleisten zu können. Außerdem wird noch der Mitterweg selbst asphaltiert, die Infrastruktur, die auch Breitbandanbindung umfasst, ist bereits in Vorbereitung. Insgesamt wird rund eine Million Euro in das Projekt Gewerbegebiet Mitterweg investiert.

Wohngebiet Mondseerstraße

30 Parzellen sind beim Wohngebiet Mondseerstraße vorgesehen. Auch hier sind die Flächen für Häuslbauer bereits zu 95 Prozent vorgemerkt. „Hier werden wir natürlich Gemeindebürger bevorzugt behandeln“, verspricht Aigner. Der Verkaufspreis der Grundstücke wird von den Kosten für die Aufschließung abhängen.

Seniorenheim wird neu gebaut

Beim Attergauer Seniorenheim geht es in Richtung Neubau: Zwar sei die Führung des Betriebes bereits bis 2028 genehmigt, „aber es wären sehr viele Renovierungsarbeiten notwendig, um es bis dahin fortzuführen“, weiß Aigner. So würden etwa die Küche, der Personalraum, die Wäscherei oder auch die Außenfassade dringend sanierungsbedürftig sein. Das Land OÖ hat sich nun dazu entschieden, einen Neubau zu unterstützen. Das Gebäude soll am Weinberg entstehen, der 7.200 Quadratmeter große Grund dafür wurde von der Gemeinde bereits vor zwei Jahren angekauft. Zum Start des Projekts wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Ausbau Zeughaus

Beim Thema Zeughaus der Freiwilligen Feuerwehr fehlt derzeit noch der Bebauungsplan, um im nächsten Jahr mit dem Zubau für Lagerraum und Fahrzeug-Stellplätze starten zu können. Ein Jahr später soll dann eine Drehleiter angeschafft werden. Ebenso nächstes Jahr soll – gemeinsam mit den Gemeinden Straß und Berg – mit der Erweiterung der Leichenhalle gestartet werden.

Parkplatz für Ärztezentrum

Ein Erfolgsprojekt ist das Ärztezentrum im Ort. Ab September wird mit dem Bau eines Parkplatzes hinter dem Haus der Kultur finalisiert. Insgesamt sind 46 Stellplätze – mit eigener Parkraumbewirtschaftung – vorgesehen. Für die Patienten der vier Ärzte und acht Therapeuten gibt es derzeit noch wenige Parkmöglichkeiten. Nachhaltig abgerundet wird das Projekt durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. So eine Anlage soll übrigens auch auf dem Dach des Freizeitzentrums angebracht werden. „Wegen der Covid-Pandemie und den damit verbundenen finanziellen Einbußen, haben wir als Gemeinde sämtliche Investitionen für heuer gestoppt“, so Aigner. Einzige Ausnahme: Um die örtliche Wirtschaft anzukurbeln und den Bürgern als auch den Gewerbetreibenden zu helfen, wurde Geld für die Gutschein-Aktion „Wir kaufen in St. Georgen“ in die Hand genommen.


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