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ST. JOHANN. Ein Thema, das die Gemeinde derzeit beschäftigt, ist die künftige Nahversorgung. Der einzige Markt in der Gemeinde hat soeben seine Pforten geschlossen. Im Zuge der Agenda 21 ist man schon auf der Suche nach Ideen.

  1 / 2   Bgm. Albert Stürmer dankte Regina Krauck für ihr Engagement um die Nahversorgung. Foto: Gemeinde St. Johann

Regina Krauck hat nach 42 Jahren ihr geliebtes Kaufhaus – sie führte es bereits in dritter Generation – für immer zugesperrt und wird die wohlverdiente Pension genießen. „Es gibt leider keinen Nachfolger und deshalb machen wir uns beim Agenda 21-Prozess Gedanken, wie es mit einer Nahversorgung für St. Hans weitergehen könnte“, erzählt Bürgermeister Albert Stürmer. Allerdings – und dessen ist man sich bewusst – so einfach wird es vielleicht nicht werden, gibt es im Umkreis von rund sechs Kilometern doch drei größere Märkte. Und wer ehrlich mit sich selbst ist, der weiß: Große Einkäufe werden kaum noch in kleinen Märkten vor Ort getätigt und von den Restkäufen kann auch ein noch so kleiner Markt nicht überleben. Wie sonst könnte man erklären, dass reihum die letzten kleinen Läden zusperren?

Hinsichtlich Gastronomie – das Restaurant Don Giovanni sperrt mit Dezember zu – wird es aber nahtlos weitergehen. Ab 1. Dezember wird das Lokal als Dorfstüberl neu eröffnet.

Familienfreundlich

Ein heißes Thema in den Gemeinden ist derzeit auch die Kinderbetreuung, die in St. Johann dank der Kooperation der Eltern gesichert ist. Der zweigruppige Kindergarten ist bis zum letzten Platz voll und die Nachmittagsbetreuung für Kindergarten- und Volksschulkinder kann an zwei Tagen weitergeführt werden. Dazu passt auch, dass die Gemeinde für weitere drei Jahre das Zertifikat „familienfreundliche Gemeinde“ erhält.

Neues Wohnhaus

Damit viele junge Menschen in der Hansberggemeinde bleiben, wird im September wieder ein neues Wohnhaus der Wohnungsgenossenschaft Lebensräume in unmittelbarer Nähe zur Nahwärmeanlage eröffnet. Das Haus mit insgesamt acht Wohneinheiten ist mit Tiefgarage und Glasfaseranschluss ausgestattet. Einzelne Wohnungen sind noch frei (Infos am Gemeindeamt unter 07217/7155).

Ein dringendes Anliegen der Gemeindebürger ist derzeit eine saubere Lösung für die geplante 110 kV-Leitung. Die Chance, dass diese durch die Ortschaft Penning führen könnte, ist groß. „Die Anrainer wollen eine Erdkabel-Variante und wir als Gemeinde unterstützen sie dabei so gut es geht. Allerdings hat die Gemeinde weder Parteienstellung noch ein Einspruchsrecht in diesem Verfahren“, lässt der Bürgermeister wissen. Betroffen wären knapp zehn Grundstücksbesitzer.

Wie Robin Hood

Das Freizeitangebot in der Gemeinde wurde kürzlich durch den neuen Bogensportverein „Robin Hood Schützen St. Johann“ vergrößert. Auf der Sportanlage, auf der auch das Tennisangebot wieder attraktiviert und rege genutzt wird, kann man nun seine Treffsicherheit unter Beweis stellen (Infos: robinhoodschuetzen@gmx.at).

Sportlich aktiv ist auch Gemeindeamts-Mitarbeiterin Renate Ehrenmüller. Sie konnte bei den Mountainbike-Gemeindemeisterschaften im Zuge der Salzkammergut-Trophy heuer schon zum zweiten Mal den Siegerpokal entgegennehmen.

Sportlich wird“s auch bei der Wanderung der Biomarke „Zurück zum Ursprung“ am Kraft-Quelle-Baum-Rundwanderweg am 16. September. Vom Unterkagererhof ausgehend werden bäuerliche Betriebe besichtigt. Start ist um 10 Uhr.


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