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Generalsanierung der 110 kV-Freileitung von Partenstein nach Ranna ist abgeschlossen

Martina Gahleitner, 21.05.2019 08:15

BEZIRK ROHRBACH. Mit der 110 kV-Freileitung von Partenstein nach Ranna wurde eine der wichtigsten Versorgungsleitungen für das Mühlviertel in einjähriger Bauzeit komplett generalsaniert und teilweise neu errichtet. Das Projekt ist das Teilprojekt 6 des Stromnetzmasterplans des Landes OÖ 2026.

  1 / 3   Mastmontage bei der Generalsanierung der 110-kV-Hochspannungsleitung von Partenstein nach Ranna Foto: Netz Oberösterreich GmbH

Über 19,7 Kilometer durch acht Gemeinden reicht die Hochspannungsleitung, die jetzt wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht. In bestem Einvernehmen mit allen 111 Grundbesitzern wurde seit März 2018 an der Generalsanierung gearbeitet, die Grundeigentümer nahmen großteils auch das Angebot eines, auf den aktuellen Rechtsstand angepassten Dienstbarkeitsvertrag an.

Erste Generalsanierung seit 1940

Die Netz Oberösterreich GmbH hat insgesamt 13,9 Millionen Euro in Sanierung und Erneuerung investiert. Dabei wurden auf der Leitung 132 Kilometer Leiterseile verbaut. Die bereits mehr als 20 Jahre auf der Freileitung mitgeführten Glasfaserleitungen wurden ebenfalls erneuert, ihre Kapazität dabei um den Faktor 8 erhöht. Außerdem wurden besonders exponierte Maststandorte angepasst und deren Situierung optimiert.

Die Arbeiten waren nach der Inbetriebnahme der Leitung im Jahr 1940 die erste Generalsanierung. Die Netz OÖ GmbH geht nach deren Abschluss davon aus, dass ein sicherer Betrieb für die nächsten 80 Jahre sichergestellt ist.  

Umspannwerk am denkmalgeschützten Kraftwerksstandort erneuert

Gleichzeitig wurde auch das Umspannwerk beim Kraftwerk Partenstein an den Stand der Technik angepasst. Das bisherige Umspannwerk, das 1924 errichtet wurde, war zum Teil im Freien, zum Teil in einem Gebäude installiert. Jetzt hat man sowohl die 110-kV-, als auch die 30-kV-Schaltanlage durch eine moderne, gasisolierte Innenraumschaltanlage ersetzt und komplett in das Innere des denkmalgeschützten 110-kV-Schaltanlagengebäudes verlagert. Das Umspannwerk entspricht nun den höchsten Anforderungen an Energieeffizienz und Versorgungssicherheit. In die Erneuerung des Umspannwerkes wurden weitere acht Millionen Euro investiert.

Bayern-Leitung wird abgebaut

Mit der erneuerten Leitungsverbindung kann auch eine bisher notwendige Anbindung an das deutsche Stromnetz in Bayern abgebaut werden. Die fast 18 Kilometer lange 110-kV-Freitleitung von Ranna nach Hauzenberg (etwas mehr als vier Kilometer davon in Österreich) wird für die Versorgung des Mühlviertels nun nicht mehr benötigt. Die Rückbauarbeiten sollen bis 2021 abgeschlossen sein.


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