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OBERWÖLBLING. Was vor zwölf Jahren als Traum begann, ist nun für Petra und Martin Kirchner Realität. Sie haben das Wohnprojekt „Pomali“ mitinitiiert und leben seit 2013 in der Wohnanlage in Oberwölbling.

  1 / 4   „Pomali“ bietet den Bewohnern einen vielfätligen Lebensraum Foto: Cohousing Pomali

„Das Projekt entstand aus der tiefen Erkenntnis, dass die üblichen Lebensstile in unserer Gesellschaft schlicht keine Zukunft haben. Wir brauchen soziale Innovation und attraktive Wohn- und Lebensmodelle, die weniger Ressourcen verbrauchen und gleichzeitig ein freudvolles Leben ermöglichen. Das Ziel hinter Pomali war, einen vielfältigen Lebensraum für Menschen zu schaffen, die sich auf den Weg zu einer lebensfreundlichen Kultur machen wollen“, erklärt Martin Kirchner. Das Wort Pomali steht dabei für: Praktisch, Oekologisch, Miteinander, Achtsam, Lustvoll und Integrativ leben.

Gemeinsam geht“s leichter

Von außen sieht die Siedlung fast wie jede andere aus. Jede Wohnung bzw. jedes Reihenhaus ist vollständig ausgestattet (inklusive eigener Küche etc.). Das Besondere: Im Zentrum der 29 Wohneinheiten befinden sich der Gemeinschaftswohnraum mit großer Küche, ein Multifunktionsraum, ein Kinderraum, ein Gemeinschaftsbüro, eine Werkstatt und ein Wellnessbereich. Dazu kommen noch rund 10.000 Quadratmeter Gemeinschaftsgarten. Diese Flächen werden von den 51 Erwachsenen und 29 Kindern gemeinsam genutzt und gepflegt.“Wir glauben einfach, dass das Leben miteinander leichter geht und mehr Freude bringt, als alleine in den vier Wänden“, meint etwa Katti Lechthaler, alleinerziehende Mutter und Mitgestalterin der Organisation in Pomali. Dass es auch Konflikte gebe, sei klar. Das Modell der Soziokratie ermögliche jedoch allen Beteiligung. Zu allen wichtigen Themen gebe es Arbeitskreise, die autonom entscheiden.

Thema Ökologie

Ökologie ist in Pomali ein großes Thema. Der Verein besitzt fünf Carsharing-Autos und zwei Elektrofahrräder. Zusätzlich organisieren die Pomalis den Lebensmittel-einkauf beim Bio-Großhändler und kaufen Ernteanteile beim regionalen Bio-Bauern ein. Dreimal pro Woche gibt es einen gemeinsamen Mittagstisch.

„Visonäre Ideen“

„Mit dem Cohousing-Projekt Pomali ist es uns gelungen, visionäre Ideen von zukunftsfähigem Leben auf den Boden der niederösterreichischen Realität zu bringen. Wir konnten diese Idee aber nur umsetzen, weil viele Menschen mit uns an diese Idee geglaubt haben: allen voran die Gemeinde Oberwölbling mit Bürgermeister Gottfried Krammel und die Heimat Österreich als Bauträger“, meint Martin Kirchner zufrieden.

Info: www.pomali.at


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