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SANKT PÖLTEN. Ganze 280.000 freiwillige Einsatzstunden haben rund 1900 Ehrenamtliche im Jahr 2015 in den NÖ Landespflegeheimen geleistet. Nun soll das Ehrenamt organisatorisch aufgewertet werden.
 

V. li.: Landesrätin Barbara Schwarz mit ehrenamtlichen Mitarbeitern im Landespflegeheim Gloggnitz: Peter Trimmel, Traude Steinmetz, Martha Samwald, Erika Cifrain. Foto: Schnabl

„Ohne Freiwillige wäre auch in der so wichtigen und beziehungsorientierten Pflege und Betreuung älterer und chronisch kranker Menschen in Niederösterreich vieles nicht möglich“, zieht Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz Bilanz über das ehrenamtliche Engagement im niederösterreichischen Pflegebereich.

Organisatorische Aufwertung

Ab sofort soll die ehrenamtliche Tätigkeit in Nö Landespflegeheimen eine organisatorische Aufwertung erfahren. Die Heime bieten beispielsweise professionelle Begleitung durch Koordination, Arbeit im Team, kostenlose Aus- und Weiterbildung, Fahrtkostenersatz, Versicherungsschutz etc. „Und sie gehen noch einen Schritt weiter, indem sie das Ehrenamt als dritte Säule neben Bewohnern und Mitarbeitern bzw. innerbetrieblich neben „Pflege und Betreuung“ und „Wirtschaft und Support“ auch organisatorisch aufwerten“, erklärt Schwarz. Das sei deshalb wichtig, weil bereits fast jede dritte Bezugsperson in den Landespflegeheimen ehrenamtlich ist.

 

Motive für Ehrenamt

Mit den Bewohnern zu plaudern, mit ihnen Zeit zu verbringen, bei Alltäglichem zu unterstützen und ihnen zu einem Lächeln zu verhelfen, sind die stärksten Motive, in Besuchsdiensten aber auch in der Hospizarbeit für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen tätig zu sein. „Ganz gleich, welche Aufgabe Ehrenamtliche übernehmen, die Arbeit ist für uns sehr wichtig und wertvoll. Sie soll sich aber auch an den Interessen und Möglichkeiten der Freiwilligen orientieren, so dass der Einsatz Spaß machen und als Bereicherung erlebt werden kann“, ist Schwarz wichtig. Da die Herausforderungen in der Pflege ungebrochen groß sind, suchen die NÖ Pflegeheime vor allem auch jüngere Personen, die bereit sind, sich regelmäßig ehrenamtlich zu engagieren.

 

Wie helfen?

Helfen kann man Schwarz zufolge in unterschiedlichster Weise: zum Beispiel sich um eine Person individuell kümmern, spazieren gehen, sich unterhalten, vorlesen, zu Arztbesuchen begleiten. Genauso kann in der Gruppe gearbeitet, musiziert, gebastelt, gekocht oder der bei Ausflügen unterstützt und bei Festen, Veranstaltungen etc. mitorganisiert und selbstverständlich mitgefeiert werden.


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