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ST. PÖLTEN. Der Hauptstadtwein, ein Grüner Veltliner namens „Florian“, stammt heuer von Ludwig Neumayer aus Inzersdorf ob der Traisen. Beim Hauptstadtball am 14. Jänner wird Florian erstmals verkostet. Benannt wurde der Wein nach dem heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr, da die Feuerwehr St. Pölten heuer ihr 150-jähriges Jubiläum feiert.

  1 / 2   v.l.: Hauptstadtwinzer Ludwig Neumayer und Bürgermeister Matthias Stadler bei der erstmaligen Verkostung des "Florian". Fotos: Josef Vorlaufer

„Mein Ziel war es, einen unverfälschten, sortentypischen und trinkanimierenden Grünen Veltliner zu keltern. Dabei habe ich mich von meiner jahrzehntelangen Erfahrung als Winzer und natürlich auch von der Intuition, die jedem Wein eine persönliche Note gibt, leiten lassen. Der Florian soll den St. Pöltnern viel Freude bereiten“, erzählt Neumayer, der mit dem Ergebnis seiner Arbeit sehr zufrieden ist. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) ließ es sich nicht nehmen, den Hauptstadtwein 2017 als erster zu verkosten: „Der „Florian“ ist hervorragend geworden. Es ist ein richtig saftiger Grüner Veltliner geworden der einerseits sehr gefällig ist und andererseits von hoher Qualität, so dass man ihn durchaus öfters genießen sollte. Bei diesem typischen Grünen Veltliner merkt man die Handschrift des Meisters. Ludwig Neumayer wollte für die Landeshauptstadt einen guten Wein produzieren und das hat er gemacht.“

12.000 Flaschen abgefüllt

Insgesamt wurden über 12.000 Flaschen abgefüllt, die nun mit den Etiketten versehen werden. In den Tanks lagern aber noch zusätzliche Vorräte. Nach der Präsentation am Hauptstadtball wird Florian an die St. Pöltner Gastronomie ausgeliefert und wird auch im Tourismusbüro im St. Pöltner Rathaus sowie ab Hof zum Verkauf angeboten.

150 Jahre Feuerwehr St. Pölten

Die Benennung des Hauptstadtweines, der mittlerweile einer der besten Werbeträger der Stadt ist, wird gerne mit einem besonderen Jubiläum verknüpft. 2017 feiert die Feuerwehr St. Pölten ihr 150-jähriges Bestehen – ein perfekter Anlass, den Wein nach dem Schutzpatron der Feuerwehr, dem „Heiligen Florian“ zu benennen. Als Weinpaten fungierten im November Bürgermeister Matthias Stadler, Physiker, Autor und Leiter des Wiener Planetariums und zweier Sternwarten, Werner Gruber und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.

Heiliger Florian lebte in St. Pölten

Der Überlieferung nach war Florian Amtsvorsteher des Statthalters der römischen Provinz Ufernori-cum, Aquilinus, gewesen und lebte nach seiner Pensionierung – möglicherweise, weil er Christ geworden war – in Aelium Cetium, dem heutigen St. Pölten. Im Jahr 304 brach er von hier nach Lauriacum auf, um 40 ausgeforschten Christen gegenüber seinem ehemaligen Vorgesetzten beizustehen. Als auch er sich weigerte, dem Christentum abzuschwören, wurde er zum Tod verurteilt und am 4. Mai 304 mit einem Stein um den Hals von einer Brücke in die Enns gestürzt. Er gelangte durch seinen Tod im Wasser im Nachhinein zu hohen Ehren und wird als Patron der Feuerwehr in der katholischen und orthodoxen Kirche gleichermaßen verehrt.

Florian als Weinetikette

Die Gestaltung des Weinetiketts übernahm der der Künstler und Studiengangsleiter für Grafik- & Informationsdesign an der New Design Univerity, Aidan Swanton. „In Anspielung auf die Hinrichtung Florians wurde das „O“ durch die stilisierte Darstellung eines Mühlsteins ersetzt. Die zweifarbige Gestaltung der Typografie symbolisiert die Elemente Feuer und Wasser, die sowohl im Leben und Tod Florians als auch im Alltag der Feuerwehr eine zentrale Bedeutung haben. Die konzentrischen Kreise des Mühlsteins können auch als vereinfachte Darstellung Niederösterreichs mit seiner Hauptstadt gesehen werden. Die einfache grafische Gestaltung und die reduzierte Farbgebung sorgen für eine hohe Plakativität und eine optimale Wiedererkennbarkeit des Etiketts“, beschreibt Aidan Swanton seine Idee zur Gestaltung


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