Die NÖGKK will auch in Zukunft alle Herausforderungen meistern
ST. PÖLTEN. Die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse feiert heuer ihr 70-jähriges Bestehen. Die Herausforderungen an die größte Gebietskrankenkasse in NÖ haben sich seit den Anfangsjahren drastisch verändert.

„Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ging es noch darum, Hunger oder die enorme Kindersterblichkeit zu bekämpfen und Kriegsheimkehrer zu betreuen. Zudem mussten die massiven Schäden im Land beseitigt und erst eine funktionierende Bürokratie aufgebaut werden“, berichtete NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter. Heute würden andere Faktoren eine Rolle spielen, die die Überflussgesellschaft mit sich bringe. Die Herausforderungen habe man aber immer gemeistert. Gleichzeitig sei man den Werten der Sozialversicherung treu geblieben.
Kontakt zum Menschen wichtig
In den sieben Jahrzehnten seit der Gründung baute die NÖGKK die Versorgung in Niederösterreich massiv aus. Die Zahl der Vertragsärzte stieg zwischen 1948 und 2016 von 616 auf 1269. Die Gesamtausgaben wuchsen in diesem Zeitraum von seinerzeit 66 Millionen Schilling auf 2,2 Milliarden Euro. Dass die NÖGKK heute in Niederösterreich und im Bundesvergleich so gut dasteht, sei einer Vielzahl an innovativen Projekten und Lösungsansätzen zuzuschreiben. Als Beispiele nennt NÖGKK-Generaldirektor Jan Pazourek „moderne Managementtools wie die wirkungsorientierte Balanced Score-Card, eine eigene Präventionsstrategie, Gruppenpraxen und (künftige) Primärversorgungseinrichtungen zur verbesserten ärztlichen Versorgung sowie Projekte zur Gesundheitsreform.“ Als große Herausforderungen der Zukunft sieht Pazourek die Digitalisierung und die damit verbundene Gefahr, zu sehr in die virtuelle Welt abzudriften und den direkten Kontakt zu den Menschen zu verlieren.
Große Bedeutung für die Sozialpartner
Die NÖGKK und die Arbeiterkammer verbindet eine enge Zusammenarbeit. „So gibt es etwa laufend Projekte im Bereich Prävention, Gesundheitsförderung oder Schwangerenberatung“, sagte Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer NÖ. Gemeinsam wird auch das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung verliehen. Seitens der Wirtschaftskammer strich Franz Ehrenleitner, Landesgremienobmann der WKNÖ, hervor, dass viele Wirtschaftszweige in NÖ auch gleichzeitig Vertragspartner der NÖGKK seien. Unter anderem bilden medizinische Institute, Optiker und Bandagisten ein optimal funktionierendes Netz zur regionalen bedarfsgerechten Versorgung.


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