Die Besucherreihen im Gemeinderat waren heute äußerst gut besetzt. Nicht nur Magistratsbedienstete, politischer Nachwuchs u.a. sondern auch interessierte Bürger waren gekommen, um der Gemeinderatssitzung beizuwohnen. Im Laufe der Sitzung machte sich aber immer wieder Ärger breit. Nicht, weil zu heftig gestritten wurde, das war gar nicht der Fall, sondern weil manche Mandatare bei ihren Wortmeldungen einfach nicht zu verstehen waren. Das lag nicht nur daran, dass ihre Aussprache vielleicht nicht die beste ist, sondern vor allem auch daran, dass auf den Tischen der Delegierten zwar mobile Funk-Mikrophone liegen, diese aber teilweise nicht benutzt oder mit Papier zugedeckt sind, wodurch sie ihren Zweck nicht erfüllen können. „Es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn die vom Tisch des Bürgermeisters zu regelnden Mikrophone den unterschiedlichen Redegewohnheiten der Mandatare bei Bedarf angepasst werden“, meinte eine ältere Anwesende, die sich ärgerte, dass sie über die Lautsprecheranlage kein Wort des gerade Sprechenden verstehen würde. „Es ist schade, dass man manches vom Gesagten akustisch nicht mitbekommt, vielleicht wäre gerade das interessant, um die Sichtweise des jeweiligen Stadtabgeordneten zu verstehen“, meint eine jüngere Besucherin. Aber auch andere, teils von Berufs wegen anwesende Journalisten gaben und geben ihrer Verwunderung über die schlechte Tonqualität immer wieder Ausdruck. Sie kennen die Problematik bereits länger. Mehrfach erfolgte Hinweise an geeigneter Stelle, dürften noch nicht bis zu den Letztverantwortlichen vorgedrungen sein.
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