Wildburger: Distanzierung von Dummkopf-Sager – Domplatz-Diskussion erregt die Gemüter
ST. PÖLTEN. „In dem Augenblick wo sie (die Gemeinderäte, Anm. d. Red.) die Neugestaltung (des Domplatzes, Anm. d. R.) beschlossen haben, haben sie eigentlich einen Beschluss gegen jede Nutzung als Parkplatz sowieso auch beschlossen. Und nur ein Dummkopf kann etwas anderes glauben“, meinte der bekannte St. Pöltner Unternehmer Josef Wildburger jüngst wörtlich im Gespräch mit der Tips-Redaktion.

Dieser zugespitzte Sager, der Eingang in die Berichterstattung der neuesten Printausgabe von Tips St. Pölten gefunden hatte, löste bei der St. Pöltner VP-Truppe Verärgerung aus. Denn Vizebürgermeister Matthias Adls Fraktion im Stadtparlament kämpft vehement für Auto-Stellplätze am Domplatz und hat für dieses Anliegen über 2.500 Unterschriften gesammelt. Man fühlt sich von Unternehmer Wildburger, der sich selbst gern als „Bürgerlicher“ bezeichnet, in der Debatte um die Domplatzgestaltung (*) schon längst genervt und auf den Schlips getreten.
Wildburger: „Es liegt mir fern, jemanden zu beleidigen“
In einem Mail an die Tips-Redaktion bedauert Wildburger und meint: „Es liegt mir fern, jemanden zu beleidigen“, so der bekannte Querdenker relativierend, und weiter: “Es wäre eine Dummheit, den Domplatz um sehr viel Geld neu und schön zu gestalten und dann minderwertig als Parkplatz zu nutzen. Das musste dem Gemeinderat bei der Beschlussfassung klar gewesen sein“. So sei seine Aussage seinerseits zu verstehen.
Wildburger wird von manchen auch als „heimlicher Bürgermeister“ oder „Ersatzbürgermeister“ bezeichnet, da er ausgesprochen aktiv an der Gestaltung – vor allem – der Innenstadt beteiligt ist und maßgeblich an der Erstellung des „Masterplans 2020“ und damit an der zukünftigen Ausrichtung der Landeshauptstadt mitgearbeitet hat. Seine Projekte und Pläne finden gerade bei Bürgermeister Matthias Stadler (SP) zumeist eine klare Unterstützung. Damit und durch seine mitunter pointierten Aussagen hat der Unternehmer sowohl eine große Fangemeinde in St. Pölten aber auch - vor allem bei manchen Stadtschwarzen - eine emotionalisierte Gegnerschaft.
(*) Die Gestaltung des Domplatzes nach Abschluss der Ausgrabungsarbeiten wird seit einiger Zeit heftigst diskutiert und wird wohl eines der Hauptthemen des heraufdräuenden Wahlkampfes 2016 sein.








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