SP-Frauen wollen 'Lohnschere einschmelzen'
ST. PÖLTEN/NÖ. Ab dem 11.Oktober bis Jahresende arbeiten Frauen gratis, während Männer weiterhin bezahlt werden. Dies ist natürlich nur ein auf Statistiken beruhender Denkansatz wonach Frauen für die gleiche Tätigkeit, die sie und ihr männlichen Arbeitskollegen verrichten, brutto weniger bezahlt bekommen. In Niederösterreich fällt der STichtag, der Pay Equal Day gennant wird, bereits auf den 8. Oktober.

Der durchschnittliche Einkommensunterschied zwischen Männern (49.618 Euro jährliches Bruttogehalt) und Frauen (38.139 Euro jährliches Bruttogehalt) liegt bei 23,1 Prozent. Wobei sich dies auf den privatwirtschaftlichen Bereich bezieht, da im öffentlichen Dienst nicht nur die Gehälter der unteren bis mittleren und gehobeneren Einkommen höher sind, sondern es auch weitere, nicht dem Gehalt zugerechnete Begünstigungen gängig sind. Zudem werden im öffentlichen Dienst bei Bewerbungen (vor allem um Führungspositionen) Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen (bei gleicher Qualifikation, wie es heißt) bevorzugt.
Umfassende Info für FRauen und Mädchen
Die Berufswahl sei ein wesentlicher Faktor, um die Chancen von Frauen zu verbessern. Demnach sollten sich Frauen mehr für „typisch männliche“ Berufe interessieren. Darauf machten die SPÖNÖ-Frauen mit ihrer Landesfrauenvorsitzenden Elvira Schmidt und Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner (SP) heute in einer Pressekonferenz in St. Pölten anlässlich unter dem Motto „Lohnschere einschmelzen“ aufmerksam: „Mädchen und Frauen sollen umfassend informiert werden, damit sie sich ein gutes Bild von den Verdienstmöglichkeiten und von der Fülle an Ausbildungs- und Berufswegen machen“, so Schmidt.
Renner will „an vielen SChrauben drehen“
„Wenn es uns gelingt, den Frauenanteil in technischen und frauenuntypischen Berufen zu erhöhen, kommen wir unserem Ziel, die Lohnungleichheiten zu beheben, deutlich näher“, erklärt Renner. „Darüber hinaus müssen wir an vielen Schrauben drehen, um die Einkommensgerechtigkeit zu erhöhen: Dazu zählen Transparenz bei den Gehältern, verpflichtende Aktionspläne auf Basis der Einkommensberichte, Quoten in der Privatwirtschaft, Anreize für Väterkarenz, eine Neubewertung von Arbeit in Hinblick auf frauen- und männeruntypische Branchen und ein rascher Ausbau der flächendeckenden Kinderbetreuung und der Ganztagesschulen“, so die SP-Funktionärin.
Info über technische Berufe für Frauen: www.meine-technik.at
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