Holz - ein Stoff auf den man bauen kann
ST. PÖLTEN/NÖ. Im niederösterreichischen Baugewerbe sind derzeit 70.600 Personen erwerbstätig, 22.000 davon im Holzbau. Insgesamt zählt man in Niederösterreich 369 Zimmereibetrieben, 1.724 Tischlereien und 243 Holzindustriebetriebe. Beim Holzbau bleibt die Wertschöpfungskette im Land.

Waren vor 15 Jahren nur 7% aller Bauten vornehmlich aus Holz, sind es heute 28% aller privaten Wohnbauten, 50% aller Um- und Zubauten, 48% aller Nutzbauten und 30% aller Gewerbe- u. Industriebauten – insgesamt sind es über 30%. Rund 40% Niederösterreichs sind von Wald bedeckt – „der nachwachsende Rohstoff Holz ist bei uns in Hülle und Fülle vorhanden“ erklärt LHStv. Wolfgang Sobotka jüngst bei einer Pressekonferenz.
Sechs Geschoße im Holzbau nun möglich
Andreas Zöchling, der Obmannstellvertreter von proHolz Niederösterreich ergänzt: „Bereits heute gibt es für Holzbauten um bis zu 15% mehr Förderung im Rahmen der NÖ Wohnbauförderung. Durch die Überarbeitung der Bauordnung und Bautechnikverordnung mit der Umsetzung der OiB II Richtlinie zum Brandschutz wird vor allem der großvolumige Holzbau in Niederösterreich einen neuen Schub bekommen.“ Damit würden erstmals sechs statt bisher vier Geschosse im Holzbau möglich sein. Holzbau wird dadurch auch für Genossenschaftswohnungen, Altenheime oder Anlagen für betreutes Wohnen ein Thema“.
Holzbaupreis ausgelobt
Seit dem Jahr 2000 fördert der NÖ Holzbaupreis, ausgelobt durch das Land NÖ, der NÖ Wirtschaftskammer und der Landwirtschaftskammer, die Holzbau-Kultur im Land. Von 12. Oktober 2015 bis 26. Februar 2016 dauert die Einreichfrist für den Holzbaupreis 2016. Nach dem Abgabeschluss entscheidet eine Fachjury über die besten aus den eingereichten Holzbauten der Kategorien „Wohnbauten“, „Öffentliche- und Kommunalbauten“, „Nutzbau“ „Um- & Zubau, Sanierung“ sowie „Außerhalb von Niederösterreich“ entscheiden. Die Gewinner der insgesamt fünf Kategorien dürfen sich bei der Verleihung im Frühjahr kommenden Jahres über die Trophäe OIKOS und insgesamt 10.000 Euro Preisgeld freuen. Außerdem wird es 2016 zum 1. Mal einen Sonderpreis für innovative Architektur im großvolumigen Holzbau geben.


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