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ST. PÖLTEN. IT-Angriffe und Schadsoftware sind ein weit verbreitetes, ärgerliches Problem der vernetzten Informationsgesellschaft und nehmen immer mehr zu. Über Trojaner werden private Daten wie E-Banking-Zugangsinformationen gestohlen oder kleinere Geldbeträge erpresst. Viren zerstören Soft- und teilweise auch Hardware. Aber auch das Geschäft mit der Sicherheit blüht.

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Eine ungleich gefährlichere Kategorie von Schadprogrammen sei die in nur wenige IT-System eingeschleuste Software die ein konkretes, meist bedeutend spezifischeres Ziel, etwa Sabotage oder Spionage verfolge, erklärt Thomas Brandstetter, FH-Dozent am Department Informatik und Security der FH St. Pölten und Vorsitzender des Programmkomitees der Konferenz.

Wissen und Vorbeugen

Am 6. November findet zum neunten Mal die IT-Security Community Xchange (IT-SeCX) an der Fachhochschule St. Pölten statt. Thema der Veranstaltung ist „Targeted Attacks: Threat (r)evolution“. Präsentiert werden neben internationalen Beispielen zu IT-Angriffen aus Spionage und Sabotage auch erste Ergebnisse des Josef Ressel Zentrums für konsolidierte Erkennung gezielter Angriffe (TARGET) der FH St. Pölten.

Spionagewurm in Atomanlagen

Ein bekanntes Beispiel für großangelegte Sabotage ist der Computerwurm Stuxnet: Er wurde 2010 in iranischen Atomanlagen gefunden und zielte darauf ab, teure Zentrifugen zur Urananreicherung durch Manipulation der Drehgeschwindigkeit zu zerstören. Wer den Wurm erschaffen oder in Auftrag gegeben hat, ist bis heute Gegenstand von Spekulationen.

Industriespionage in Wien

Die im Herbst 2014 auch in Wien aufgetauchte Spionagesoftware „Regin“ ist ein weiteres Beispiel für eine gezielte Attacke. Regin und Co. werden nach neuesten Erkenntnissen noch immer weltweit zur Industriespionage eingesetzt.

Programm der Tagung:  

Die Keynote mit dem Titel „Targeted attacks: challenges and possible solutions“ hält Levente Buttyan, Leiter des renommierten CrySyS-Lab, das gezielte Malwarekampagnen wie die „Duqu“-Malware erforscht hat.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion „Vielgehacktes Österreich vs. Regulatorien: das neue Cybersicherheitsgesetz“ diskutieren Thomas Brandstetter (FH-Dozent an der FH St. Pölten), Wolfgang Rosenkranz (KSÖ Cybersecurity Forum und Repuco Unternehmensberatung GmbH), Robert Schischka (Geschäftsführer nic.at und CERT.at), Gerald Kortschak (Co-Leiter der IT Security Experts Group der WKÖ und Geschäftsführer der sevian7 IT Development GmbH) und Philipp Blauensteiner (Cyber Security Center, Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) die Notwendigkeit bzw. Wirksamkeit von Regulatorien im Bereich der Cybersicherheit.

IT-SeCX 2015 – „Targeted Attacks: Threat (r)evolution“

6. November 2015, 16:00 bis 24:00 Uhr

Fachhochschule St. Pölten

Anmeldung und weitere Informationen: https://itsecx.fhstp.ac.at/


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