Bauernbund protestiert gegen niedrige Erzeugerpreise - Regierung will EU-Hilfen verdoppeln
ST. PÖLTEN/NÖ. Vor rund 25 Lebensmittelfilialen sämtlicher Supermarktketten haben Landwirte in allen Bezirken Niederösterreichs Informationsveranstaltungen durchgeführt, um Filialleiter und Kunden über den “wahren“ Wert und Preis ihrer in den Regionen erzeugten LEbensmittel zu informieren.

„Unsere qualitätsvollen Lebensmittel haben einen Wert und stehen für die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern, die auf die Partnerschaft mit verantwortungsbewussten Kunden angewiesen sind“, erklärt die niederösterreichische Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner. Durch den Preisverfall, insbesondere bei Schweinefleisch, Milch und Gemüse sei die Lage in der niederösterreichischen Landwirtschaft sehr ernst, rund 14.000 bäuerliche Betriebe seien schon in Existenznot.
Mittels Flyern, Infobroschüren und Transparenten wiesen die Landwirte im Rahmen der Aktion „Österreich isst frei“, darauf hin, „dass nur eine funktionierende und überlebensfähige kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft die Unabhängigkeit von Lebensmittelimporten und die Versorgungssicherheit mit gentechnikfreien und nachhaltig hergestellten bäuerlichen Erzeugnissen, die nach den höchsten Tierwohl- und Naturschutzschutzstandards produziert werden“, garantieren könne. Außerdem forderte man eine „klare, ehrliche und verständliche Herkunftsbezeichnung bei Lebensmitteln und die Wichtigkeit des AMA-Gütesiegels“.
INdes sollen die EU-Hilfen in Höhe von 7 Mio Euro zum Ausgleich der tiefen Erzeugerpreise aus dem nationalen Budget der österreichischen Bundesregierung verdoppelt werden. Dies wurde seitens des Landwirtschaftsministeriums in Wien angekündigt.


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