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Familienfreundlichkeit als wesentlicher Erfolgsfaktor für Wirtschaft

Leserartikel Philipp Hebenstreit, 25.02.2016 12:59

St. Pölten. Die Informationsveranstaltungsreihe „Forum Familienfreundlichkeit“ von Bundesministerin Sophie Karmasin feiert heute ihren Auftakt in St. Pölten. NÖ Vorzeigeunternehmen und Gemeinden geben dabei Einblicke in ihre Ansätze für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die begleitende Initiative „Unternehmen für Familien“ ist ein wichtiger Baustein der Strategie, Österreich bis zum Jahr 2025 zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen. Im Vorfeld zur Infoveranstaltung informierten Bundesministerin Sophie Karmasin, Landesrätin Barbara Schwarz und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl über die Lebensrealitäten und Rahmenbedingungen für Familien in Niederösterreich und die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Landesrätin Barbara Schwarz, Bundesministerin Sophie Karmasin und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl Foto: NLK Filzwieser

„Familienfreundlichkeit ist ein wesentlicher Standortfaktor für Gemeinden und ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Wirtschaft. Höhere Motivation und Mitarbeiterbindung sowie weniger Fluktuation und Krankenstände sind dabei nur einige positive Argumente, die sich durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen lassen. Vielmehr ist Familienfreundlichkeit aber auch ein zentraler Standort- und Wettbewerbsfaktor im Kampf um die besten Köpfe, insbesondere in Niederösterreich. Die Vereinbarkeit ist zudem bei der Jobauswahl bereits jetzt der zweitwichtigste Aspekt nach guter Bezahlung. Es spricht also alles dafür, dass wir uns gemeinsam für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen und Österreich noch familienfreundlicher machen“, betonte die Ministerin gleich zu Beginn die Wichtigkeit des Themas. In Zahlen ausgedrückt bedeutet die Wirksamkeit von Familienfreundlichkeit im Unternehmen etwa 23 Prozent weniger krankheitsbedingte Fehltage, 10 Prozent geringere Mitarbeiter-Fluktuation und 11 Prozent höhere Motivation.

Niederösterreich als Familienland

Niederösterreich liegt in punkto Frauenerwerbsquote (79,7 Prozent), Fertilitätsrate (1,51) und Kinderbetreuungsquote bei unter 3-Jährigen (26,6 Prozent) über dem Österreichschnitt. Familienlandesrätin Schwarz betonte in ihrem Statement, wie wichtig eine familienfreundliche Arbeitsumgebung für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine familienfreundlicher Lebensraum für die Familien in Niederösterreich ist. Deshalb zeigt sie sich stolz, dass Niederösterreichs Unternehmen und Gemeinden auf dem richtigen Weg und bereits mit 30 Netzwerkpartnern bei der Initiative des BMFJ „Unternehmen für Familien“ vertreten sind. „Es ist mir wichtig, dass sich Familien in Niederösterreich wohlfühlen und wir die Eltern und Kinder in unserem Bundesland bestmöglich begleiten. Ein wichtiger Baustein für mich, ist die im Jahr 2014 gestartete größte Ausbauoffensive der Kinderbetreuung in Niederösterreich mit einem Schwerpunkt auf Plätzen für die unter Dreijährigen. Bis 2017 werden 55,4 Millionen Euro investiert. Die ersten Zahlen für das Jahr 2016 zeigen, dass hochgerechnet mehr als eine neue Betreuungsgruppe pro Woche in diesem Jahr in Niederösterreich ihren Betrieb aufnehmen wird. Ein besonderes Anliegen ist mir auch die Ferienbetreuung, deshalb unterstützt das Land Niederösterreich als aktiver Kooperationspartner seit Jahren niederösterreichische Gemeinden in punkto Ferienbetreuung.“ 

Die Relevanz des Themas Familienfreundlichkeit aus Sicht der Wirtschaft unterstrich auch die Präsidentin der WKNÖ, Sonja Zwazl: „Unsere Familien und unsere Unternehmen brauchen engagierte und verantwortungsbewusste Menschen. Familienfreundliche Maßnahmen in den Unternehmen rechnen sich, um die besten Kräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Die Fülle an bereits umgesetzten Beispielen in Niederösterreichs Unternehmen ist groß – und darf gerne noch weiter wachsen.“ Auch in Niederösterreich treten namhafte Unternehmen wie Vöslauer Mineralwasser AG, REWE International AG, NÖ Hilfswerk oder McDonald's Österreich für mehr Familienfreundlichkeit ein und leisten dazu einen aktiven Beitrag – freiwillig, aus Überzeugung und unter Einbindung der Mitarbeiter.


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