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ST. ULRICH. Architektin Julia Forster aus St. Ulrich hat von der Technischen Universität (TU) Wien eine mit 13.000 Euro dotierte Auszeichnung – zweckgebunden für die wissenschaftliche Forschung – erhalten.

Julia Forster beschäftigt sich mit neuen Werkzeugen für die Stadtentwicklung. Foto: TU Wien
Julia Forster beschäftigt sich mit neuen Werkzeugen für die Stadtentwicklung. Foto: TU Wien

Wenn neue Siedlungen entstehen oder ein ganzes Stadtviertel umgestaltet werden soll, muss man viele Dinge gleichzeitig im Kopf behalten: Wie groß sollen die Gebäude werden? Wie gestaltet man die Energieversorgung? Wie soll sich der Verkehr entwickeln? So ergibt sich eine Datenflut, die kaum zu bewältigen ist. Außer man verwendet kluge, neue Visualisierungskonzepte, wie sie Julia Forster in ihrer Doktorarbeit entwickelt hat.

Was wäre wenn...

Die neuen Visualisierungskonzepte seien besonders für komplizierte Was-Wäre-Wenn-Fragen hilfreich, erklärt die Architektin. „Wir haben uns zum Beispiel das Stadtentwicklungsgebiet Wien-Westbahnhof näher angesehen. Wenn dort bestehende Lagerhallen durch Wohngebäude ersetzt werden würden – welche Auswirkungen hätte das auf das Stromnetz? Welche Speichertechnologien bräuchte man, um das Areal mit alternativer Energie zu versorgen? Welche Mobilitäts-Bedürfnisse würden entstehen?“

Gemeinsame Lösung

Die Antworten auf solche Fragen lassen sich mit den neuen Software-Tools berechnen und visualisieren. Dadurch können Personen aus unterschiedlichen Disziplinen Lösungen erarbeiten, auf die sie allein vielleicht nicht gekommen wären. „Vielleicht zeigt sich, dass die elektrische Infrastruktur zur elektrischen und thermischen Energieversorgung für ein geplantes Stadtviertel nicht ausreicht – aber möglicherweise sieht die Sache anders aus, wenn man dort mit Fernwärme heizt“, erklärt die mit dem Resselpreis ausgezeichnete Architektin.


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