Ausstellungsreihe Sommerkunst im Steinhaus geht weiter
ST. ULRICH. Von Anfang an, seit Anita Prammer in das alte Bauernhaus in Hötzeneck zwischen St. Ulrich und St. Peter eingezogen ist, war sie fasziniert vom „Steinhaus“. Einem Raum mit Natursteinwänden, Kieselsteinboden und Holzdecke, der einst vermutlich für alles Mögliche genutzt worden ist. Für Kunst aber wohl nicht - diese brachte erst die neue Besitzerin hinein.

2009 machte sich die studierte Theaterwissenschafterin und PR-Agentin für Galerien und Künstler, die lange Zeit in Wien gelebt hat, gemeinsam mit ihrem Mann in der Gemeinde St. Ulrich sesshaft. Hötzeneck und hier vor allem das Haus „Oberzauner“ hatte es ihr angetan. Ihre Liebe zur Kunst ließ sie aber nicht los und so brachte sie vor drei Jahren das erste Mal Sommerkunst ins Steinhaus. „Mit einer Freundin aus meiner Schulzeit in Bad Ischl, der Fotografin Maria Anastasia Druckenthaner, haben wir den Raum umfunktioniert und eine Ausstellung organisiert“, erzählt die Wahl-Mühlviertlerin. Der Anfang war gemacht.
Im zweiten Jahr nahmen sich die beiden um die 24 Häuser von Hötzeneck an und zeigten diese bei einer Ausstellung in alten Ansichten. Eine Bilderschau, die vor allem bei den Leuten in der näheren Umgebung großes Interesse geweckt hat. Genau um diese geht es Anita Prammer mit ihrer Initiative auch: „Ich möchte einfach, dass die Leute Freude beim Anschauen haben.“ Sie selber hätte diese sowieso.
versponnen & verwoben
Bei der heurigen dritten Auflage der Sommerkunst spannt sie den Bogen ein bisschen weiter: Mit der Ausstellung „versponnen & verwoben“ werden die Fühler Richtung Haslach und das Mühlviertel ausgestreckt. „Die international renommierte Textilkünstlerin Susanne Heindl zieht ins Steinhaus ein und lässt dreidimensionale Objekte aus Kupfer- und Kupferlackdrähten schweben“, verrät Prammer. Im Oberzauner Heuboden geht es mit Werken des im Vorjahr verstorbenen Künstlers Fritz Walter Jetzinger weiter. Zu sehen ist dessen versponnener Zugang zur Kunst, denn er nahm sich um Fundstücke aus der Natur und um scheinbar unnütz gewordene Alltagsgegenstände an.
Eröffnet wird die Sommerkunst im Steinhaus am 21. August. Schon jetzt lädt Anita Prammer ein, sich von der „Kunst umgarnen und einspinnen zu lassen.“


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