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Überraschung: Projekt zu Mineralwasserherstellung im Weißenbachtal vorerst auf Eis gelegt

Wolfgang Macherhammer, 03.02.2017 11:33

STEINBACH/A. Ein eisig rauher Wind seitens der Bürger und Anrainer blies bei der Infoveranstaltung im Dorfzentrum dem Betreiber Herbert Hofbauer, Chef des Wiener Unternehmens Vivida, für sein Projekt einer Abfüllanlage für Mineralwasser im Weißenbachtal entgegen. Zum Schluss setzte er überraschend gewissermaßen zu einem Rückschritt an.

Geologe Wolfgang Gadermayr, Projektant Herbert Hofbauer, Bundesforsteverteter Robert Nusser (Podium) sowie Steinbachs Bürgermeisterin Nicole Eder (v.l.)

„Ich bin hier heute mehrfach angefeindet worden. Alles, was mir unterstellt wurde, ist die Unwahrheit. Ich wollte hier was aufbauen und habe geglaubt, dass ich am Ende meiner Reise bin. Ich habe derzeit nicht die Kraft, dieses Projekt unter diesen Vorrausetzungen fortzusetzen und werde den Antrag auf Flächenwidmung zurückziehen. Es soll jetzt eine ,Cooling-Down-Phase“ geben und die Gemeinde soll nachdenken. Ich werde das Projekt fortsetzen, wenn die Gemeinde auf mich zukommt. Ich werde das Projekt nicht gegen die Widerstände durchführen“, sagte Hofbauer am Ende des turbulenten Abends.

Bohrung liefert bestes Wasser

Vorher hatten er, Geologe Wolfgang Gadermayr und Robert Nusser vom Grundeigentümer Bundesforste das Projekt vorgestellt. Im Weißenbachtal gibt es zwei sogenannte Grundwasserkörper, einen oberen, von dem die Gemeinde Wasser bezieht, und einen unteren, der mit einer Bohrung in etwa siebzig Meter nun angezapft wurde und der in hoher Ergiebigkeit Wasser liefert, das für eine hochqualitative Abfüllung bestens geeignet ist.

Gegner sagen: „Wasser gehört uns allen“

Die Projektgegener warfen Hofbauer vor, dass dieser in einem Geflecht von Kapitalinvestoren verstrickt sei und es um Gewinn gehe, wobei die Gemeinde auf der Strecke bliebe. Zudem seien über die Bundesforste alle Staatsbürger Grundstückseigentümer. Man verstehe nicht, warum eine einzige Firma Gewinne habe mit Wasser, das der Öffentlichkeit gehöre. Hingeweisen wurde auch auf ein erhöhtes LKW-Aufkommen sowie dortige Altlasten (Deponien) und Hochwässer.


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